Gute Technik und ein außergewöhnlicher Stil machen die Lavazza Smeg zu einer interessanten Option, denn die Smeg setzt mit dem 50er-Jahre-Design der italienischen Gerätemarke einen optischen Akzent in der Küche.
Bei der Lavazza A Modo Mio Smeg sorgt ein Brühdruck von 8,5 bar für den Bezug, dazu gibt es zwei einstellbare Portionstasten für Espresso und verlängerten Espresso. Die Brühtemperatur lässt sich in zwei Stufen anpassen, sodass sich der Kaffee nicht nur in der Menge, sondern auch in der Temperatur etwas auf die eigene Vorliebe abstimmen lässt.
Die Lavazza A Modo Mio Smeg besitzt wie die Lavazza Jolie Pluszwei Tasten, um Tassengrößen speichern und per One-Touch aufzubrühen. Hält man die Taste während des Bezugs gedrückt und lässt zu einem beliebigen Zeitpunkt los, speichert die Maschine diese Kaffeedosierung für die entsprechende Taste ab.
Für den Bezug unterschiedlich großer Getränke kann man zwischen zwei Auslaufhöhen wählen. Flachere Tassen z.B. für Espresso oder Lungo stellt man ganz normal auf dem Tassenpodest ab. Diesen kann man aber für höhere Gläser aber auch nach vorne herausziehen und mehr Platz unter dem Auslauf schaffen.
Für hohen Tassen kann man bei der Lavazza Smeg den oberen Teil des Podests entfernen
Reichlich Tankvolumen für bis zu 22 Espresso
Wassertank und Kapselbehälter kleiner aus als diejenigen der beiden Spitzenmodelle Deséa und Idola. Letztere bieten jeweils 1,05 Liter Volumen Wasservorrat, die Smeg mit 0,9 Litern etwas weniger. Das ist immer noch überdurchschnittlich und reicht für relativ viele Bezüge, z.B. 7 Caffè Creme oder 22 Espresso. Zum Vergleich: Der Lavazza Smeg Tank hat 50% mehr Volumen als derjenige der Jolie Plus.
Gebrauchte Kapseln landen im Auffangbehälter, den man allerdings relativ schnell leeren muss: Denn mehr als 6 A Modo Mio Kapseln passen nicht hinein. Damit liegt die Smeg sowohl bei den A Modo Mio Modellen als auch überhaupt im Mittelfeld..
In Sachen Wartungssignalen ist die Lavazza Smeg top
Keine andere Maschine im Vergleich macht auf mehr erforderliche Handgriffe aufmerksam als die Lavazza Smeg. Ist der Tank leer, meldet das Gerät das nötige Nachfüllen. Steht eine Entkalkung an, signalisiert die Maschine das mit orange blinkender Espressotaste und weiß leuchtender Lungo-Taste darauf hin.
Sogar den Kapselbehälter behält die Smeg im Blick: Blinken beide Bezugstasten, ist das Fach voll und sollte geleert werden. Solche Extras fehlen nicht nur Einsteigermodellen wie der Tiny Eco oder besser ausgestatteten Geräten wie der Lavazza Jolie. Vielmehr findet man diese Signal-Vielfalt nicht mal bei jeder fünften Kapselmaschine.
Die tägliche Pflege ist trotz des ungewöhnlichen Designs problemlos. Da die Außenhaut aus Kunststoff besteht, kann man sie mit einem weichen Lappen und etwas Wasser abwischen. Trotz all der klassischen Optik an der Lavazza Smeg ist übrigens nur das Abtropfgitter in verchromtem Metall gehalten. Die abnehmbaren Teile wie Auffangbehälter, Tropfgitter und Tropfschale lassen sich leicht abnehmen und reinigen, teils auch in der Spülmaschine.
Die Außenmaße der Smeg sind im direkten Vergleich deutlich größer als bei der funktional ähnlichen Jolie Plus. Das hat zwei Gründe. Der eine ist das klassische rundliche Design: Das sorgt auch bei den zwei illy iperespresso Maschinen im klassischen Barista-Look, der X1 und X7.1 , für zusätzlichen Platzbedarf. Zudem besitzt die Smeg aber auch ein deutlich größeres Tankvolumen als die Jolie Plus. Trotz der Kunststoff-Außenhaut ist die Smeg-Maschine allerdings außergewöhnlich schwer und bringt 4,25 kg auf die Waage.
Mit einer Gesamtwertung von 81,09 % kommt die Lavazza A Modo Mio Smeg im Vergleich auf den 3. Platz innerhalb ihrer Modellreihe, landet aber insgesamt im Mittelfeld aller Kapselautomaten. In Betracht ziehen sollte man sie in erster Linie dann, wenn man von seiner Kapselmaschine sehr guten Espresso erwartet und viel Fifties-Flair in einer Küche mit genug Stellfläche möchte.
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