Die wichtigsten Unterschiede bei portablen Espressomaschinen
Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen betreffen diverse Eigenschaften: Angefangen vom verwendbaren Kaffee über die Fähigkeit, auch mit kaltem Wasser im Tank einen heißen Espresso aufzubrühen bis hin zu den Abmessungen und dem Gewicht der tragbaren Espressomaschinen. Wir haben im Folgenden die wichtigsten Punkte zusammengestellt, die beim Vergleich der Geräte eine Rolle spielen.
Für Kapseln, gemahlenen Kaffee oder beides geeignet?
Tragbare Espressomaschinen unterscheiden sich zunächst einmal darin, welche Art von Kaffee sie verarbeiten können. Während Modelle wie die MiiCoffee Eon ausschließlich auf gemahlenes Espressopulver ausgelegt sind, setzen Varianten wie die Wacaco Minipresso NS2 auf Einweg-Kapseln. Dazwischen finden sich Allrounder wie die Innopower KF-JN-02, die sowohl gemahlenes Kaffeepulver als auch Kapseln akzeptiert.
Bei den kapselbasierten Geräten ist die Kompatibilität nicht immer gleich: Die meisten Akku-Espressomaschinen – beispielsweise Outin Nano oder Conqueco CO-CP023 – sind standardmäßig auf Nespresso-Kapseln ausgelegt. Einige Spezialisten wie die Innopower KF-JN-02 erlauben auch Dolce Gust-Kapseln. Zudem lassen sich je nach Gerät noch mehr Systeme nutzen, wenn zusätzliche Adapter erhältlich sind. Letzteres ist z.B. bei der Wacaco Nanopresso der Fall.
Auffällig ist dabei, dass die meisten Hersteller vermeiden, die Kapselsysteme mit ihrem offiziellen Namen zu erwähnen. Das kann z.B. juristische Gründe wie nicht vorhandene Lizenzierungen oder ähnliches haben. So heißt es oft „NS-Kapseln“ oder auch nur „kleine Kapseln“ bzw. „Aluminiumkapseln“, wenn das klassische Nespresso-System gemeint ist. Eine reibungslose Kompatibilität sollte man daher nicht bei jedem Gerät erwarten. Zudem warnen mehrere Hersteller generell davor, wiederverwendbare Kapseln in ihren Akkumaschinen zu verwenden.
Akku-Espressomaschine oder Muskelbetrieb?
Ein weiterer zentraler Unterschied liegt in der Energieversorgung. Die Mehrzahl der aktuellen Modelle verfügt über einen wiederaufladbaren Akku, der sowohl das integrierte Heizelement speist als auch den Brühdruck aufbaut. Abhängig vom Gerät dauert es mit kaltem Wasser dann zwischen etwa zwei und sechs Minuten, bis es auf 80–92 °C erhitzt ist und der Espresso zubereitet werden kann. Alle Geräte verwenden USB, und zwar im Format eines USB-C Anschlusses. Wer ohne Elektronik auskommen möchte, greift zu handbetriebenen Versionen wie der Minipresso NS2 oder Nanopresso: Hier liefert allein Muskelkraft den nötigen Druck – ganz ohne Akku. Allerdings funktionieren die nur mit schon anderweitig erhitztem Wasser.
Modelle mit USB-C Anschluss heizen das eingefüllte Wasser auf und erzeugen den nötigen Brühdruck.
Übrigens: Früher gab es tragbare Espressomaschinen, die man per 12-V-Stromanschluss über den Zigarettenanzünder im Auto laden konnte. So ein Modell war z.B. die Lavazza A Modo Mio EspressGo.
Wie lange dauert es, einen Espresso zuzubereiten?
Sobald die Maschine startklar ist, möchte man möglichst bald auch seinen Espresso trinken. Allerdings weicht die Dauer der Zubereitung bei den verschiedenen Geräten stark voneinander ab. So ist die schnellste Maschine drei mal eher fertig als die langsamste. Während die MiiCoffee Eon etwa 2 Minuten benötigt, um einen heißen Espresso zu brühen, sind es bei der EagerMinds 6 Minuten. Gut sind in dieser Eigenschaft übrigens auch die Modelle von Conqueco und Handpresso mit jeweils 3 Minuten.
Wie viele heiße Shots sind pro Akkuladung möglich?
Die Zahl der Espressi, die sich mit einer Akku-Ladung aufbrühen lassen, variiert je nach Modell zwischen drei und acht Tassen à etwa 45 ml. So schafft die Conqueco CO-CP023 bis zu acht sogenannte Shots, während das i Cafilas-Gerät eher auf drei Espressi ausgelegt ist. Nutzt man hingegen extern vorerhitztes, fast kochendes Wasser, steigen die Kapazitäten je nach Akkugeräten auf 50 bis 200 Zubereitungen pro Ladung – bei reinen Pumpmodellen ist die Grenze letztlich nur durch die eigene Armkraft definiert.
Als Portionsgröße ist übrigens bei jedem Gerät in unserem Vergleich ein typischer Espresso um die 40ml, oftmals sogar ein Lungo mit 70 ml möglich. Denn das Fassungsvermögen des internen Wassertanks liegt bei den meisten um die 80 ml. Ausnahmen wie die Handpresso E-Presso 21700 arbeiten mit nur 60 ml, während i Cafilas-Modelle mit 70 ml etwas dazwischenliegen.
Wie groß und schwer sind tragbare Espressomaschinen?
Weil solche Espressomaschinen zum Mitnehmen gedacht sind, spielen Maße und Gewicht eine große Rolle. Keine Unterschiede gibt es in der grundsätzlichen Formgebung. Alle Geräte sind zylindrisch gehalten und kommen auf einen Durchmesser von rund 6–9 cm. Große Unterschiede gibt es hingegen bei Länge und Gewicht.
Akku-Modelle messen typischerweise 22–27 cm. Damit entspricht ihr Gehäuse in etwa den Abmessungen einer Thermoskanne mit 500 ml Fassungsvermögen. Die handlichen Pumpensysteme fallen mit 12–18 cm deutlich kürzer aus. Außerdem bringen diese nur 300–500 g auf die Waage, während die Espressomaschine mit integriertem Akku zwischen etwa 650 und 1.000 g wiegen.
Die Conqueco CO-CP023 arbeitet mit gemahlenem Kaffee und Nespresso-Kapseln und liegt damit bei der Befüllung sehr flexibel in diesem Produktfeld. Bei den kompatiblen Kapseln ist sie auf Nespresso ohne Refill beschränkt; damit deckt sie nicht die breiteren Mehrfachsysteme ab, die einzelne andere Modelle hier bieten.
In der Zubereitung hebt sich das Gerät vor allem durch die hohe Zahl an Espresso-Portionen aus kaltem Wasser ab: Mit acht Bezügen liegt es an der Spitze der Vergleichsgruppe. Das 80-ml-Tankvolumen ist ebenfalls der größte Wert im Feld und passt zu dieser Ausrichtung auf mehrere Bezüge. Für einen einzelnen Espresso nennt das Modell bis zu 180 Sekunden; schneller sind in der Gruppe nur wenige Geräte, während einige deutlich länger brauchen. Die Funktion für kaltes Wasser ist damit klar ausgelegt, ohne dass dafür eine separate Aufheizmöglichkeit nötig wäre.
Mit 948 g bringt die CO-CP023 das höchste Gewicht in der Gegenüberstellung auf die Waage und liegt damit deutlich über den kompaktesten Handpumpenlösungen. Die Abmessungen von 24,0 x 7,3 x 7,3 cm wirken ebenfalls größer als bei den kleineren Reisegeräten, bleiben aber noch unter den ausladendsten Modellen der Reihe. Strom bezieht das Gerät über USB-C.
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MiiCoffee Eon
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Geeignete Kaffeeformate: Gemahlener Kaffee
Kompatible Kapseltypen (nicht bewertet): Nur Pulver
Espresso-Portionen aus kaltem Wasser aufbrühen: 5
Zubereitungszeit für 1 Espresso bis zu: 120 s
Tankvolumen: 80 ml
Gewicht: 730 g
Abmessungen: 22,5 x 7,0 x 7,0 cm
Energieversorgung (nicht bewertet): USB-C
Die MiiCoffee Eon ist auf die Nutzung von gemahlenem Espressopulver ausgelegt und verzichtet vollständig auf die Kompatibilität mit Kapseln. Damit richtet sich das Gerät vor allem an Nutzerinnen und Nutzer, die auch unterwegs nicht auf ihre bevorzugte Kaffeesorte verzichten möchten. Eine separate Siebkammer nimmt das Pulver auf und wird nach dem Befüllen in den Brühkopf eingesetzt.
Zur Stromversorgung dient ein integrierter Akku, der das Wasser selbstständig aufbrüht – separates Aufkochen ist also nicht nötig. Die Zubereitungszeit liegt bei etwa drei Minuten, was im Bereich der Akku-Espressomaschinen einem mittleren Wert entspricht. Nach dem Einschalten beginnt der Bezug automatisch und endet nach einer vorgegebenen Menge.
Mit rund 23 cm Länge und einem Durchmesser von etwa 7 cm entspricht die Bauform dem typischen Format tragbarer Espressomaschinen. Der Wassertank fasst 80 ml, sodass sich neben kurzen Espressi auch etwas größere Bezüge zubereiten lassen. Die Bedienung erfolgt über eine zentrale Taste an der Oberseite.
Das Gewicht liegt bei 730 g und fällt damit moderat aus – nicht ungewöhnlich für ein Modell mit Heizelement und Akku. Wer auf Kapseln verzichten möchte und stattdessen lieber frisch gemahlenen Kaffee verwendet, findet in der MiiCoffee Eon eine klassische Vertreterin unter den akkubetriebenen Reisemaschinen.
Die Outin Nano gehört zu den tragbaren Espressomaschinen mit festem Kapselsystem. Sie ist ausschließlich auf Aluminiumkapseln im Nespresso-Originalformat ausgelegt; andere Systeme oder gemahlenes Kaffeepulver lassen sich nicht einsetzen. Die Steuerung erfolgt über eine zentrale Taste auf der Vorderseite.
Die Zubereitung läuft vollautomatisch ab – inklusive Wassererhitzung, sofern kaltes Wasser eingefüllt wurde. Dabei dauert es etwa zwei Minuten, bis das Gerät brühbereit ist. Im Anschluss startet der Bezug automatisch und endet nach Erreichen der voreingestellten Menge.
Mit einer Länge von rund 23 cm und einem Durchmesser von 7 cm fällt das Gehäuse etwas kompakter aus als bei vielen vergleichbaren Geräten. Dennoch fasst der Tank bis zu 80 ml – ausreichend für einen klassischen Espresso ebenso wie für längere Varianten im Lungo-Bereich.
Auch das Gewicht liegt mit 671 g leicht unter dem Durchschnitt, was den mobilen Einsatz zusätzlich erleichtert. Insgesamt empfiehlt sich die Outin Nano als unkomplizierte Begleiterin für unterwegs, wenn ausschließlich Nespresso-Kapseln verwendet werden sollen.