Welche Kaffeemaschine ist die Beste? Entdecken Sie die Unterschiede zwischen Maschinen für Kaffeepulver, Pads, Kapseln und ganzen Bohnen. Per Klick finden Sie dann Vergleiche und Tests mit Wertung und Siegern.
| Für Kapseln | Für Pads | Für Filterkaffee | Für Espresso | Für Komfort | Für unterwegs | Für Vielfalt | Für Mokka | Ohne Strom | |||||||
| Kaffeekapselmaschinen | Kaffeepadmaschinen | Filterkaffeemaschinen | Siebträgermaschinen | Kaffeevollautomaten | Tragbare Espressomaschinen | Multiformat-Kaffeemaschinen | Türkische Kaffeemaschinen | Stempelkannen | |||||||
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| Für wen geeignet? | |||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Für Wenigtrinker, die auch gerne Espresso möchten | Für Wenigtrinker, die entweder Caffé Crema oder Espresso mögen | Für Vieltrinker und größere Runden | Für Selbermacher, die v.a. Espresso mögen | Für einfache Zubereitung individueller Kaffees | Für Einzelportionen Outdoor oder auf Reisen | Für verschiedene Kaffeearten in einer Maschine | Für klassisch türkischen Mokka | Für Filterkaffee mit händischem Charme | |||||||
| Tassen gleichzeitig (maximal) | |||||||||||||||
| 1 | 2 | 12 | 2 | 2 | 1 | 1 | 6 | 6 | |||||||
| Kaffeebezugsarten | |||||||||||||||
| Espresso, Caffé Crema. teils Schoko-/Tee-Getränke | Caffé Crema (Senseo), Espresso (E.S.E.) | Filterkaffee | Espresso, Cappuccino u.Ä. | Espresso, Caffé Crema, Cappuccino u.Ä. | Espresso | Espresso, Caffé Crema, Schoko-/Tee-Getränke | Türkischer Mokka | Filterkaffee | |||||||
| Verwendbare Kaffeeprodukte | |||||||||||||||
| Kapseln desselben Systems, meist wenige Anbieter | Pads desselben Systems, diverse Anbieter | Kaffeepulver | Kaffeepulver, Bohnen | Kaffeepulver, Bohnen | Kaffeepulver, Kapseln meist nur eines Systems | Kaffeepulver, Kapseln mehrerer Systeme, E.S.E.-Pads | Sehr feines Kaffeepulver | Nicht zu feines Kaffeepulver | |||||||
| Bedienaufwand | |||||||||||||||
| Vorportioniert | Vorportioniert | Händisch portionieren, längere Brühdauer | Manuelle, relativ aufwändige Zubereitung | Automatische Zubereitung, teils viele Einstellungen | Teils vorportioniert, teils händisch, Aufladen nötig | Teils vorportioniert, teils händisch | Mischen manuell, Zubereitung automatisch | Manuelle, einfache Zubereitung | |||||||
| Verpackungsmüll | |||||||||||||||
| Viel. 1 Kapselhülle je Tasse | Mittel. 1 Padhülle je Tasse | Meist 1 Verpackung pro 500g | Meist 1 Verpackung pro 1000g | Meist 1 Verpackung pro 1000g | Je nach Kaffeeformat | Je nach Kaffeeformat | Meist 1 Verpackung pro 1000g | Meist 1 Verpackung pro 500g | |||||||
| Mit integriertem Milchaufschäumer erhältlich? | |||||||||||||||
| Ja. Automatisch und manuell | Sehr selten. Fast nur manuell | Nein | Ja. Meist manuell | Ja. Automatisch und manuell | Nein | Nein | Selten | Nein | |||||||
| Preis pro Kaffeemaschine (ca., siehe unten) | |||||||||||||||
| 30 – 180 € | Senseo 50 – 120 €, E.S.E. 100 – 200 € | 20 – 120 € | 70 – 650 € | 250 – 800 € | 50 – 150 € | 100 – 200 € | 50 – 100 € | 10 – 50 € | |||||||
| Preis pro Tasse Kaffee (ca., siehe unten) | |||||||||||||||
| 0,19 – 1,00 € | Senseo 0,08 – 0,12 €, E.S.E. 0,20 – 0,30 € | 0,03 – 0,07 € | 0,08 – 0,15 € | 0,08 – 0,15 € | 0,03 – 1,00 € | 0,03 – 1,00 € | 0,12 – 0,14 € | 0,03 – 0,07 € | |||||||
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Kaffeemaschinen Tests
Testberichte über diverse Arten von Kaffeemaschinen findet man in unregelmäßigen Abständen von renommierten Testinstituten, wie etwa Stiftung Warentest. Wir weisen im Rahmen der Produktberichte darauf hin, wenn ein Gerät von dieser Stiftung geprüft wurde oder insbesondere Testsieger geworden ist.
Portionskaffeemaschinen (Pads und Kapseln) findet man in drei von zehn deutschen Haushalten. Der neueste Kapselmaschinen Test stammt von Dezember 2023. Darin hat Stiftung Warentest 11 Kaffeekapselmaschinen bewertet. Derselbe Bericht enthält zudem auch einen Padmaschinen-Test mit 3 Modellen.
Filterkaffeemaschinen stehen sogar bei der Hälfte aller Deutschen in der Küche. Allerdings besaßen zehn Jahre davor noch fast zwei Drittel solch ein Modell. Zuletzt 2024 hat Stiftung Warentest einen Filtermaschinen Test veröffentlicht. Insgesamt 15 Produkte wurden geprüft, davon 10 mit Glaskanne und 5 mit Thermoskanne.
Nicht ganz so verbreitet, aber immer beliebter sind Kaffeevollautomaten. Etwa jeder vierte Haushalt besitzt solch ein Gerät. Das sind fast doppelt so viele wie noch 2014. Den aktuellsten Kaffeevollautomaten Test des Testinstituts findet man in Heft 12/2025. Darin haben die Prüfer 11 Modelle untersucht.
Der letzte Siebträgermaschinen Test von Stiftung Warentest liegt schon etwas zurück. Im November 2021 haben die Tester 7 Maschinen bewertet. Dafür hat das ETM Testmagazin erst Ende 2024 gleich 17 klassische Espressomaschinen geprüft.

Die wichtigsten Unterschiede im Kaffeemaschinen Vergleich
Brühdruck, Tankvolumen, Portionsspeicher, Milchaufschäumer – je nach Art der Kaffeemaschine sind unterschiedliche Eigenschaften für den Vergleich wichtig. Deshalb erklären wir innerhalb jeder Bauart, welche Unterschiede bei der Auswahl eine Rolle spielen und vergleichen jeweils genau diese für Sie fair und neutral. Dabei stellen wir technische Werte zum Überblick in jeder Maschinenart als Tabelle zusammen. Auch die Ausstattung wie etwa einstellbare Podesthöhen oder Auffangbehälter zeigen wir Ihnen dort zu jedem Gerät einheitlich. Viele Dinge zeigen sich erst, wenn man eine Kaffeemaschine ausgiebig testet. Lässt die Maschine sich einfach bedienen? Ist der Geschmack beeinträchtigt? Hat der Espresso Crema? Das prüfen wir teils selbst, aber nicht bei allen Geräten. Wenn es Testberichte renommierter Magazine gibt, verweisen wir auf die Bewertung zur Orientierung.
Brühverfahren
Bei allen Espresso-artigen Kaffees ist der Brühdruck ein entscheidender Faktor. Das heiße Wasser sollte das Kaffeepulver mit rund 8 bis 9 bar durchfließen. Dafür ist ein etwas höherer Pumpendruck erforderlich. Die meisten entsprechenden Maschinen stellen dafür zwischen 15 und 19 bar bereit. Wir bewerten jeweils, ob der Druck an der Pumpe reicht, um einen sämigen Espresso zubereiten zu können.
Zusätzlich ist das Vorbrühen für viele Kaffeevarianten eine wichtige Brühfunktion. Sie spielt z.B. bei Filterkaffee oder auch als Präinfusion bei Espresso eine wichtige Rolle für die Aromabildung. Daher bewerten wir Kaffeemaschinen mit Zubereitungsarten, die von solch einer Funktion profitieren können, auch in Bezug auf ein Vorbrühverfahren.
Schließlich benoten wir eine einstellbare Brühtemperatur. Sie ist unter anderem für das Feintuning sinnvoll, wenn man viel mit unterschiedlichen Kaffeesorten experimentiert. Vor allem Espressomaschinen, aber auch einige Kapselmaschinen erlauben eine entsprechend individuelle Justierung der Temperatur um einige Grad.
Milch aufschäumen
Sofern eine Kaffeemaschine im Test echten Milchschaum ermöglicht, ist das erst einmal ein Pluspunkt. Allerdings gibt es verschiedene Techniken. Diese reichen vom komfortablen Vollautomaten bis hin zur klassischen Dampfdüse, die etwas händisches Geschick erfordert. Das ist ein weiterer wichtiger Baustein im Vergleich für alle, die gerne Cappuccino oder Latte Macchiato genießen.
Übrigens muss man sich bei der Wahl des Kaffeeautomaten nicht einschränken, falls ein interessantes Gerät keine Cappuccino-Funktion hat. Denn es gibt diverse separate Milchaufschäumer, die ebenfalls teils sehr guten Schaum zubereiten. Gegenüber Vollautomaten muss man das Mischen hierbei aber selber übernehmen.
Bedienung und Handhabung
Die Bedienung unterscheidet sich sehr stark je nach Maschinentyp. So sind einige Bauweisen stark auf Komfort, andere viel mehr auf händische Bedienung ausgelegt. Soll es eher schnell gehen oder ist die Zubereitung von Kaffee als ein kleines Event geplant? Das sind die wichtigsten Differenzen zwischen den einzelnen Arten von Kaffeemaschine:
- Kapsel- und Padmaschinen sind auf Benutzerfreundlichkeit ausgelegt. Einfach die Kapsel oder das Pad einlegen, Knopf drücken, fertig.
- Kaffeevollautomaten bieten auf Knopfdruck verschiedene Kaffeevarianten. Dabei kann man sie meist vielseitiger einstellen als Portionsmaschinen. Allerdings erfordern Automaten recht viel Aufwand bei Reinigung und Wartung.
- Filterkaffeemaschinen erfordern mehrere Handgriffe, vom Abmessen des Kaffeepulvers bis zum Einsetzen und Befüllen des Filters. Die Intensität kann man dabei nach Wunsch bestimmen. Andererseits dauert das Aufbrühen bei ihnen am längsten.
- Bei Siebträgermaschinen kann und muss man Pulver, Wasserdruck sowie Milch von Hand abmessen, im Blick halten bzw. aufschäumen. Das bedeutet viel Aufwand, aber es ergeben sich auch entsprechend viele Möglichkeiten bei der Zubereitung.
Innerhalb jeder einzelnen Kaffeemaschinenart vergleichen und bewerten wir die Bedienbarkeit nach einheitlichen messbaren Kriterien. Dazu zählen etwa folgende Punkte:
- Bedienelemente: Alle Grundfunktionen sollten leicht bedienbar sein. Dazu zählen zum Beispiel separate Tasten für verschiedene Portionsgrößen. Beim Feintuning etwa über Bedienmenüs müssen sich Vielseitigkeit und Übersicht die Waage halten.
- Podesthöhen: Kann man den Abstand zwischen Auslauf und Stellfläche einstellen, um verschieden hohe Gläser oder Tassen zu befüllen?
- Auffangbehälter: Sie sind vor allem nützlich bei Maschinen, die Kaffee portionsweise zubereiten. Wir bewerten z.B., wie viele benutzte Pads oder Kapseln hinein passen.
- Warnhinweise: Wenn die Maschine aktiv auf nötige Maßnahmen hinweist, sind Probleme leichter zu vermeiden. Das fängt mit Signalen bei leerem Wassertank an und geht über einen Entkalkungsalarm bis hin zu Warnungen bei vollem Auffangbehälter.
Wassertank und Portionsgrößen
Damit eine Kaffeemaschine die richtige ist, muss auch ihr Wassertank das passende Volumen für die gewünschte Anzahl an Tassen Kaffee haben. Wie viel Liter Fassungsvermögen das konkret bedeutet, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu zählt vor allem die bevorzugte Größe der Tasse, auch Portionsgröße genannt. Aber die Größe von Kaffeetassen variiert sehr je nach Kaffeesorte und individuellen Vorlieben. Die üblichen Größen für verschiedene Kaffeegetränke haben wir hier zusammengestellt:
- Espresso: Ein Espresso wird normalerweise in einer kleinen Tasse zubereitet, die etwa 30 bis 60 ml Flüssigkeit enthält.
- Caffè Lungo: Ein Caffè Lungo ist ähnlich wie ein Espresso, wird aber mit mehr Wasser gebraut. Daher hat er meist ein Volumen von 120 bis 180 ml.
- Caffè Crema: Für eine Tasse Caffè Crema benötigt man in der Regel etwa 120 bis 240 ml Wasser.
- Filterkaffee: Eine Tasse Filterkaffee enthält je nach persönlicher Vorliebe meist ca. 180 bis 240 ml.
- Americano: Ein Americano ist eine Verdünnung eines Espressos mit heißem Wasser. Seine Größe variiert relativ stark. Man sollte pro Tasse mit etwa 180 bis 360 ml Wasser rechnen.
Die Menge der gewünschten Tassen gibt dann Aufschluss über den benötigten Wassertank. Wer z.B. am Tag 10 Espresso zubereiten möchte, für den genügt ein Tankvolumen von 0,3 bis 0,6 Litern. Erst danach muss man vermutlich neues Wasser nachfüllen. Wenn man jedoch mit einer Tankfüllung 10 Tassen Caffè Crema aufbrühen will, sollte man eine Kaffeemaschine mit 1,2 bis 2,4 Liter Tankvolumen wählen. Im Test zählt dabei auch ein möglichst gleichmäßiger Kaffeedurchfluss: Gerade bei Portionssystemen sollte ja immer die gleiche Menge Kaffee oder Espresso austreten, schließlich ist die Kaffeemenge extra für ein bestimmtes Wasservolumen abgemessen.
Kaffee portionsweise oder lieber in der Kanne?
Neben der Kaffeemenge pro Tag spielt auch die Frage eine Rolle, wie viele Tassen Kaffee man gleichzeitig zubereiten möchte. Denn abhängig davon eignen sich manche Kaffeemaschinen grundsätzlich besser als andere.
- Für einzelne Kaffees sind Geräte sinnvoll, die portionsweise zubereiten. Dazu zählen Vollautomaten, Kapsel-, Pad-, oder auch Siebträgermaschinen.
- Vieltrinker profitieren hingegen von Maschinen mit Kanne: Das sind vor allem klassische Filterkaffeemaschinen, elektrische türkische Maschinen oder manuelle Stempel-Kaffeebereiter.
Stromverbrauch: Leistungsaufnahme
Beim Stromverbrauch gibt es zwei Faktoren, zum einen die Leistungsaufnahme, zum anderen eine Abschaltautomatik.
Die Leistungsaufnahme gibt an, wieviel elektrische Energie in Watt (W) eine Kaffeemaschine während des Betriebs verbraucht. Je höher sie ist, desto mehr Leistung kann sie prinzipiell bieten, sofern ihre Effizienz gut ist. Folgende Vorteile sind möglich:
- Zubereitungsdauer: Die Brühtemperatur wird in kürzerer Zeit erreicht.
- Aroma: Wenn das Wasser schneller und gleichmäßiger durch das Kaffeemehl fließt, sind verbesserte Extraktion und aromatischerer Geschmack möglich.
- Vielseitigkeit: Vor allem bei Vollautomaten kann die Getränkeauswahl größer sein. Denn leistungsfähigere Pumpen und Heizsysteme ermöglichen eine präzisere Steuerung der Brühparameter.
- Milchschaum: Kaffeemaschinen mit integriertem Milchaufschäumer benötigen für den Milchschaum eventuell zusätzliche Leistung.
Nachteile sind hingegen folgende.
- Höhere Betriebskosten und Umweltbelastung: Eine größere Wattzahl führt zu mehr Stromverbrauch.
- Größe und Gewicht: Pumpen, Heizelemente, aber auch weitere Komponenten für hohe Leistung fallen oft benötigen oft größere Abmessungen und wiegen mehr.
Verbrauch senken mit der Abschaltautomatik
Eine Abschaltautomatik soll nach der Benutzung den Stromverbrauch senken oder beenden. Als „Funktion zur Verbrauchsminimierung“ ist sie seit 2015 Pflicht bei Kaffeemaschinen für den Hausgebrauch. Das regelt die EU-Verordnung Nr. 801/2013 vom 22. August 2013. Allerdings ist eine gewisse Bandbreite erlaubt, z.B. „Aus-Zustand“ oder „Bereitschaftszustand“. So schalten manche Maschine nicht vollständig ab und beziehen im Ruhezustand weiter Energie. Daher sollte man darauf achten, welchen Mechanismus genau die Kaffeemaschine besitzt. Vor allem ein echter Kippschalter (Netzschalter) ist nützlich, wenn man die Maschine komplett ausschalten will.
Das sind die erlaubten Wartezeiten bis zum Ruhezustand:
- Höchstens 30 Minuten nachdem die Maschine das letzte Mal einen Brühzyklus, das Heizelement, eine Entkalkung oder Selbstreinigung aktiviert hat.
- Abweichend davon bei Filterkaffeemaschinen mit Thermoskanne höchstens fünf Minuten, ohne Thermoskanne 40 Minuten nach dem letzten Brühzyklus.
- Höchstens 60 Minuten nach Aktivierung der Tassenvorwärmfunktion.
Geschmack
Wir testen die Kaffees und Espressi diverser Maschinen sowohl optisch als auch geschmacklich. Dazu prüfen wir zunächst Farbe und Dichte der Crema. Dann kommen Aroma, Geschmack, Konsistenz (cremig oder wässerig?) und Nachgeschmack hinzu. Grundsätzlich hat Kaffee diverse Noten und Nuancen. Das schmeckt jedem anders und ist kaum zu bewerten. Aber wenn er sauer schmeckt, muffigen Nebengeschmack entwickelt oder anderes – was einfach nicht zu einer guten Bohne gehört – dann bedeutet das eine negative Note in dieser Disziplin. In unseren Kaffeemaschinen Tests haben wir solche Probleme aber bislang nicht festgestellt. Zudem sind bei Kapsel- und Portionsmaschinen jeder Bauart die Bauteile und Brühverfahren meist standardisiert. Daher fallen eher die Kaffees aller Maschinen desselben Systems cremiger oder weniger sämig aus, während die einzelnen Modelle dieses Typs im Vergleich zueinander die gleichen Ergebnisse liefern.
Welche Kaffeemaschine passt zu mir?
Die Wahl der passenden Kaffeemaschine hängt von mehreren individuellen Vorlieben und Anforderungen ab. Dazu zählt unter anderem, wie viel Kaffee man täglich trinken will, wie viel Geld man ausgeben möchte oder wie viel Platz in der Küche zur Verfügung steht. Bei Kaffeemaschinen achten deutsche Verbraucher zudem immer mehr auf Vielfalt, aber auch eine schnelle Zubereitung bleibt populär.
Folgende Punkten helfen, Schritt für Schritt die richtige Art von Kaffeemaschine finden.
Bevorzugte Art von Kaffee
Es gibt mehrere ganz unterschiedliche Arten von Kaffee. Für Espresso eignen sich andere Maschinen als für Filterkaffee und so weiter.
- Kapselmaschinen sind praktisch für schnellen Kaffee, bereiten aber vor allem Espresso-artige Sorten zu. Manche Systeme bereiten aber im Unterschied zu allen anderen Kaffeemaschinen auch Tee und Kakaogetränke zu.
- Senseo-Maschinen eignen sich vor allem für Caffè Crema. Er ähnelt einem Filterkaffee, hat aber unter anderem eine leichte Schaumschicht. Hingegen arbeiten die E.S.E.-Padmaschinen in unserem Vergleich mit bis zu 19 bar und eignen sich dadurch sehr gut um Espresso zuzubereiten.
- Filterkaffeemaschinen sind ideal für Liebhaber von traditionellem, schwarzem Kaffee.
- Kaffeevollautomaten bieten die größte Vielfalt und Anpassungsfähigkeit, einschließlich Espresso und Cappuccino.
- Speziell für unterwegs sind auch tragbare Espressomaschinen verfügbar. Im ungefähren Format einer Thermoskanne bereiten sie je nach Modell unterschiedliche Kaffeekapseln, Pads oder auch loses Kaffeemehl zu.
Wie viel kostet die Kaffeemaschine und wie viel eine Tasse Kaffee?
Die Preisspanne für Kauf und Betrieb der verschiedenen Maschinen stellen wir oben in der Tabelle im Einzelnen dar. Dabei haben wir für jede Art von Kaffeemaschine die Preise der 50 meistverkauften Modelle bei Amazon verglichen und die jeweilige Spannbreite oben zusammengefasst. Das jeweils günstigste und teuerste Modell sind dabei als Ausreißer nicht enthalten.
Hier fassen wir die allgemeinen Preisunterschiede zusammen:
- Filterkaffeemaschinen sind sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb günstig. Kaufen kann man sie schon ab etwa 20 Euro. Zudem nutzen sie gemahlenen Kaffee, der zu den günstigsten Kaffeeformen zählt.
- Portionskaffeemaschinen sind oft preiswert in der Anschaffung. Meist geht es bei etwa 50 Euro los. Die einzelnen Kapseln und Pads sind jedoch sehr teuer. Der durchschnittliche Preis pro Tasse liegt je nach System meist bei 30 bis 55 Cent pro Tasse.
- Kaffeevollautomaten und Siebträger haben im Vergleich den höchsten Kaufpreis. Mehrere Hundert Euro sind üblich, über Tausend Euro nicht selten. Dafür kostet eine einzelne Tasse später relativ wenig, da man sie mit losen Kaffeebohnen oder Espressopulver befüllen kann. Vor allem für Vieltrinker können sich die teuren Maschinen daher trotzdem rechnen.
Die genauen Kosten pro Tasse gehen je nach Bauart stark auseinander. Wir haben für Kaffeepads und Kaffeekapseln der Preis genau einer Portion berechnet, da diese für je eine Tasse vorabgepackt sind. Bei Filterkaffee und Vollautomaten liegt der Preis für die Menge an Kaffeepulver bzw. -bohnen zugrunde, die für eine Tasse Kaffee genügt.
Umweltaspekt Verpackung
Je nach Maschinentyp fällt bei jeder Tasse Kaffee unterschiedlich viel Verpackungsaufwand und damit auch Abfall an.
Dabei haben alle Portionsmaschinen denselben Nachteil: Für wenig Kaffee (je nach Hersteller um die 5 Gramm) ist eine einzelne Verpackung erforderlich. Bei Pads fällt diese noch relativ gering aus, da es sich um dünne Stoffhüllen handelt. Bei Kapseln ist allerdings pro Portion eine recht große Verpackung aus Kunststoff oder Aluminium üblich. Eine Ausnahme bei Portionskaffee stellen die CoffeeB-Maschinen dar. Sie verwenden sogenannte Balls, bei denen der Kaffee nur von einer pflanzlichen Schutzschicht bedeckt ist.
Besonders wenig Verpackungsmüll fällt bei Filterkaffee sowie bei Espressomaschinen und Kaffeevollautomaten an. Denn für sie benötigt man lediglich Pulver oder Bohnen, wobei beides üblicherweise in großen Verpackungseinheiten von 500 oder 1000 g erhältlich ist. Damit fällt der Verpackungsaufwand pro Einzeltasse sehr gering aus.
Für Wenigtrinker gelten die oben genannten Hinweise allerdings nicht unbedingt. Denn Portionsmaschinen brühen nur so viel Kaffee und Wasser auf, wie man auch tatsächlich gerade trinken will. Und wer nur selten einzelne Tassen konsumiert, würde mit einer Filtermaschine immer wieder unnötig viel Kaffee zubereiten und dadurch ebenfalls Ressourcen wie Wasser und Kaffeepulver verschwenden. Ein Vollautomat würde das zwar verhindern, ist aber bei seltener Nutzung sehr teuer pro Tasse.
Die Abwägung zwischen Umverpackung und Bedienkomfort muss man vorher treffen. Bei Tests und Vergleichen zu einzelnen Kaffeemaschinen gehen wir daher nicht jedes Mal darauf ein.
Freie Auswahl oder Bindung an ein Portionssystem?
Einen wichtigen und nach wie vor aktuellen Aspekt haben viele Tester bereits hervorgehoben. Wer ein Kapselsystem wie beispielsweise Nespresso, Dolce Gusto oder Tassimo auswählt, trifft damit auch immer eine exklusive Entscheidung für die jeweils entsprechenden Kapseln, also etwa von Nestlé oder auch Mondelez. Die jeweilige Sortenvielfalt ist zwar in den letzten Jahren in vielen Fällen gestiegen, doch nach wie vor gilt der Hinweis: Man kann zwischendurch nicht einfach zur Kaffeesorte eines anderen Anbieters wechseln. Deshalb bietet es sich im Zweifelsfall an, vor der Kaufentscheidung einmal im Geschäft oder einfach bei Bekannten die eine oder andere Sorte bei verschiedenen Maschinen zu probieren.
Aufgrund der enormen Auswahl ist diese Einschränkung bei Kaffeepads des Senseo-Systems kaum vorhanden. Wer hingegen vor allem volle Auswahl bei der Bohnensorte möchte und sich im Zweifelsfall aus ganzen Bohnen seinen eigenen Kaffee mahlen möchte, greift am besten zu Filtermaschinen oder Vollautomaten.
Noch mehr Optionen erlauben die Multiformat-Kaffeemaschinen, da sie in der Regel sowohl loses Pulver als auch verschiedene Kapselformate zubereiten können. Auch die meisten tragbaren Espressomaschinen können über Wechsel-Adapter wahlweise Kaffeepulver oder Kapseln aufbrühen. Diese Bauart erlaubt jedoch fast immer nur ein einziges Kapselformat. Die Entscheidung für ein bestimmtes Maschinenformat ist vor allem eine Frage der persönlichen Vorlieben. Sobald die entschieden ist, finden Sie auf der Suche nach dem besten Gerät innerhalb der jeweiligen Art bei uns Infos zu entsprechenden Kaffeemaschinen Tests.
Übrigens: Wer gar keine strombetriebene Kaffeemaschine möchte, kann Kaffee auch ganz klassisch mit heißem Wasser oder auf dem Herd kochen. Dazu verwendet man einen der vielen unterschiedlichen Kaffeebereiter.
Wissenswerte Infos rund um Kaffee
Wir haben rund um die Nr. 1 der deutschen Getränke unsere Top 7 Kaffee-Daten zusammengestellt.
Top 7 Daten rund um Kaffee
- Deutschland ist der drittgrößte Kaffeemarkt der Welt. Lediglich die USA und Brasilien verbrauchen mehr Kaffee – haben aber auch rund vier bzw. drei Mal so viele Einwohner.
- Weltweit betreiben über 70 Länder wirtschaftlich relevanten Kaffeeanbau.
- Wir trinken Kaffee zu 75% zu Hause, nur jede 4. Tasse entfällt auf andere Orte.
- 86 Prozent aller Erwachsenen trinken täglich oder mehrmals pro Woche Kaffee.
- Jeder Deutsche trinkt im Schnitt pro Jahr 149 Liter Kaffee – mehr als Wasser (137 Liter), Bier (106 Liter) oder anderes. Nur in Ostfriesland ist Tee die Nummer eins.
- Etwa 1,1 Millionen Tonnen Rohkaffee importiert Deutschland jährlich. Aber 2012 wurden auch über 160.000 Tonnen ausgeführt, vor allem Richtung USA.
- Innerhalb der EU hat Deutschland den höchsten Kaffeesteuersatz: 2,19 Euro pro kg Röstkaffee und 4,78 Euro pro kg löslichen Kaffee. Das ergibt 1,05 Milliarden Euro für die Staatskasse.
Macht Kaffee wach?
Das kann man mit „teilweise“ beantworten. Denn laut unseren Informationen – ohne Gewähr – ist es wie folgt:
Ein kleiner Wecker steckt natürlich in den aromatischen koffeinhaltigen Heißgetränken wie Espresso und Filterkaffee. Doch er nützt nur zu bestimmten Tageszeiten.
- Entweder morgens, um schneller richtig wach zu werden.
- Oder im Laufe des Tages, wenn man ohnehin wach, aber etwas abgeschlafft ist.
- Er unterstützt mit einem kleinen Kick die schon verfügbare Munterkeit.
Wer schon müde ist und Kaffee trinkt, sorgt zwar noch mal kurz für einen Hallo-Wach-Schub.
- Nach etwa einer halben Stunde verfliegt der Effekt aber
- Anschließend schlägt die Müdigkeit so richtig durch.
- Das sollte man beachten, falls man spät abends noch Auto fahren und davor Kaffee trinken will, um wach zu bleiben.
Obwohl Espresso stärker schmeckt als Filterkaffee, enthält er weniger Koffein – das liegt an der anderen Röstungsart bei Espressobohnen. Daher kommt eine Tasse Filterkaffee auf ca. 60-120 mg, eine „tazza“ Espresso aber nur auf 50-60 mg Koffein. Aber bei allem, was die eigene Gesundheit betrifft, sollte man persönlich mit einem Arzt sprechen – schließlich hat jeder Mensch eine andere Konstitution.
Historie des Kaffees: Geschichte im Schnelldurchlauf
- Die ersten Kaffeebohnen haben Menschen entweder in Äthiopien oder im Jemen angebaut und geröstet.
- Mindestens seit dem 15. Jahrhundert tranken Araber bereits Kaffee.
- Im 17. Jahrhundert eröffneten zahlreiche Kaffeehäuser in Europa und Nordamerika
- Mit der Industrialisierung wurde Kaffee um das Jahr 1850 zum Volksgetränk.
- 1903 erhielt Satori Kato in den USA das Patent auf löslichen Kaffee als schnelle Alternative zu Filterkaffee.
- 2014 erlaubte die Nescafé Milano 2.0 von Nestlé Professional in der Gastronomie bereits einen Datenaustausch.
Kaffeeliebhaber hatten schon immer unterschiedliche Trinkgewohnheiten. Doch so viele Varianten wie heute waren damals kaum denkbar – oder gar auf Anhieb verfügbar. Umso mehr freut man sich, wenn man seinen Lieblingskaffee einfach zu Hause zubereiten kann. Und zum Glück findet sich für jeden Geschmack der passende Kaffeemaschinen Test.























