Welche Filterkaffeemaschine konnte im Test überzeugen? Und wie stehen andere beliebte Modelle im Vergleich da? Jetzt über die klassische Variante der Kaffeemaschinen mit Filter informieren.
Für unseren Vergleich haben wir die Ergebnisse der letzten renommierten Filterkaffeemaschinen Testberichte berücksichtigt. Zudem sind aktuelle Bestseller aufgenommen.
Filtermaschinen Test
Den aktuell letzte Filterkaffeemaschinen Test von Stiftung Warentest stammt aus Heft 11 von 2024. Insgesamt haben die Prüfen 15 klassische Kaffeemaschinen bewertet, davon 10 mit einer Glaskanne sowie 5 mit Isolierkanne. Alle Geräte lagen in der Gesamtnote zwischen „gut (1,9)“ und „befriedigend (2,7)“. Das bedeutet ein vergleichsweise ausgeglichenes Testfeld gegenüber anderen Arten von Kaffeemaschinen, sodass je nach individuellen Vorlieben diverse Geräte eine gute Wahl sein können. Wer auch Modelle aus älteren Tests interessant findet, müsste in diesem Fall bis zu Heft 08/2018 greifen. Auch damals hat das Institut 15 Geräte geprüft, die allerdings in 3 Kategorien eingeteilt wurden: Filtermaschinen mit Thermokanne, Maschinen mit Glaskanne und Mahlwerk sowie Modelle mit Glaskanne ohne Mahlwerk. Obwohl der Test inzwischen älter ist, sind einige der untersuchten Modelle bzw. sehr ähnliche Nachfolger im Handel erhältlich.
Testsieger bei Stiftung Warentest
Braun PurShine KF1500
Der Testsieger von Stiftung Warentest mit "gut (1,9)" aus Heft 11/2024.
Die aktuell beste Filterkaffeemaschine laut Test von 2024 ist die Braun PurShine KF1500 mit „gut (1,9)“. Damit liegt sie gleichauf mit dem vorherigen Testsieger, der Melitta Look Therm. Diese erreichte im Test von 2018 ebenfalls die Gesamtnote „gut (1,9)“ und zugleich die höchste Bewertung in der sensorischen Beurteilung. Damit bezeichnet das Magazin Geschmack, Nachgeschmack, Geruch, Aussehen und Mundgefühl. Die Wertungen aller Geräte lauteten 2024 übrigens 6x „gut“ und 9x „befriedigend“. Alle Einzelheiten finden Sie hier auf der offiziellen Website der Stiftung.
Das sind die Testsieger jeder Kategorie:
Die höchste Bewertung der Modelle mit Glaskanne, aber ohne Mahlwerk erreichte 2024 wie erwähnt die Braun PurShine KF1500. Damit folgt sie auf die Krups Pro Aroma Plus KM321, die im vorigen Vergleichstest ein „gut (2,1)“ erhielt.
Bei den Filterkaffeemaschinen mit Isolierkanne lag 2018 die erwähnte Melitta Look Therm vorn. Sie erhielt das Testurteil „gut (1,9)“. Die höchste Bewertung 2024 erhielt die Koenic CoffeeMaster mit „gut (2,4)“.
Als beste Maschine mit Glaskanne und Mahlwerk schnitt 2018 die Melitta AromaFresh ab. Sie erhielt die Note „gut (2,0)“. Insgesamt waren 4 Geräte dieser Kategorie im Test. In Heft 11/2024 wurde diese Kategorie nicht erneut untersucht.
Sieger bei anderen Testmagazinen
Sage Precision Brewer Thermal
Erhielt im ETM Testmagazin von 01/2023 die beste Note mit "sehr gut (94,7%)".
Das ETM Testmagazin hat Filterkaffeemaschinen 2025 getestet. 19 Geräte wurden untersucht, wobei allerdings einige Marken mehrfach vertreten waren, während Modelle anderer beliebter Hersteller nicht geprüft wurden. So hatte Philips gleich drei Maschinen im Test, Gastroback und Wilfa jeweils zwei. Obwohl Melitta zu den meistverkauften Marken zählt, wurden deren Filtermaschinen dagegen nicht untersucht. Von den 19 Kaffeemaschinen hatten 11 eine Glaskanne, 4 eine Isolierkanne und nochmals 4 hatten ein Mahlwerk. Die Noten fielen bei ETM allgemein sehr hoch aus, es gab für die 19 Geräte 10 Mal die Gesamtwertung „sehr gut“ und 9 Mal ein „gut“. Zum Vergleich: Stiftung Warentest hat zuletzt von 15 Filtermaschinen 12 mit „gut“, 3 mit „befriedigend“ und keine mit „sehr gut“ bewertet.
Testsieger hat ETM 2025 wie üblich für jede der drei Kategorien separat ausgewiesen. Unter den 11 Filtermaschinen mit Glaskanne schnitt die Wilfa Zense Alux am besten ab, sie erhielt die Wertung „sehr gut (94,5%)“. Ebenfalls Wilfa stellte auch den Sieger bei den Geräten mit Isolierkanne, nämlich die „Performance Thermo“. Severin belegte wiederum unter den Filterkaffee-Vollautomaten den 1. Platz, mit „sehr gut (95,1%)“. Zuvor hatte ETM solch einen Vergleichstest in Ausgabe 10 von 2023 vorgenommen. Dabei traten elf Geräte an, von denen gleich 8 ein „sehr gut“ und die übrigen drei ein „gut“ erhielten. Sieger im Vergleichstest wurde die WMF Lumero Kaffeemaschine mit Glaskanne mit 94,0%. In Heft 01/2021 waren die Noten noch niedriger ausgefallen, dort wurden ausschließlich Filtermaschinen mit Thermoskanne geprüft. Von den neun Modellen im Test erhielt nur ein ein „sehr gut“: die Sage Precision Brewer Thermal. Bei allen übrigen lautete das Urteil „gut“.
Was sind die wichtigsten Unterschiede bei Filtermaschinen?
Zwar bietet jede Filterkaffeemaschine einen Filterhalter, Wassertank und das Aufbrühen auf Knopfdruck. Aber darüber hinaus gibt es viele Unterschiede bei der Ausstattung, vom Aufbrühen über das Warmhalten bis zur Startzeit-Vorwahl.
Füllmenge
Die Kapazität des Wassertanks entscheidet darüber, wie viel Kaffee man auf einmal zubereiten kann. Für die passende Füllmenge sollte man überschlagen, wie viele Tassen man regelmäßig pro Kanne trinkt. Das Tankvolumen ist meist auf 10 Tassen ausgelegt, nur selten sind auch 12 oder mehr Tassen möglich. Wer in der Regel deutlich weniger oder mehr als 10 Tassen aufbrühen will, sollte daher speziell auf eine entsprechende Kapazität achten.
Die Tassenanzahl wird dabei meist in zwei verschiedenen Mengen pro Markierung angegeben. Üblicherweise bedeutet die kleinere Angabe „große Tassen“ mit ca. 125 ml, während die höhere Anzahl sich auf „kleine Tassen“ mit etwa 85 ml bezieht. Wir geben hier für den leichteren Vergleich stets die maximale Menge an großen Tassen an. Eine 10-Tassen-Füllmenge bedeutet also rund 1,25 Liter Volumen.
Brühverfahren
Es gibt verschiedene Varianten, wie Filtermaschinen die Aromastoffe des Kaffeepulvers in die Tasse führen.
Klassisch ist ein durchgehendes Überbrühen mit heißem Wasser. Das funktioniert grundsätzlich auch gut, doch bahnt sich das Wasser dabei eine Art Trichter. Dadurch landet nur das Aroma eines Teils des Kaffees im Getränk.
Aufwändiger ist ein Vor- oder Intervall-Brühverfahren. Dieses gibt das nahezu kochende Wasser einmalig vorab bzw. mehrmals in bestimmten Abständen über das Kaffeemehl. Das Mehl wird dadurch zunächst feucht und quillt auf, sodass die Feuchtigkeit nach und nach durch das gesamte Pulver zieht. Beim folgenden Schwall kann so mehr Aroma gewonnen werden.
Sehr gut für individuelle Geschmacksvorlieben sind zudem einstellbare Aroma- oder Brühprogramme. So lassen sich bei einzelnen Modellen z.B. das Aroma oder auch die Vorbrühzeit justieren.
Warmhaltefunktion
Einige Maschinen sind mit einer Warmhalteplatte ausgestattet. Dadurch bleibt der Kaffee noch lange heiß, z.B. wenn man eine große Kanne aufgebrüht hat. Man muss also nicht immer wieder neu einen Filter befüllen und den Brühvorgang starten. Bei einzelnen Geräten lässt sich die Platte für die Warmhaltung darüber hinaus abnehmen und auf dem Tisch als Untersetzer für die Kanne verwenden. Aber man sollte den Kaffee nicht sehr lange nachheizen, da das zu einem bitteren Geschmack führt. Die Heizfunktion ist inzwischen allerdings ohnehin durch eine EU-Verordnung auf eine halbe Stunde begrenzt. Bis dahin blieb der Geschmack in unserem eigenen Filterkaffeemaschinen Test gut.
Eine Alternative zur elektrischen Warmhaltefunktion sind Filtermaschinen mit Thermoskanne. Durch die Isolierung können gute Modelle den Kaffee mehrere Stunden warmhalten. Im Gegensatz zur Warmhalteplatte bleibt das Aroma in solch einer Kanne zudem über längere Zeit weitgehend unverändert. Außerdem verbraucht man keine zusätzliche Energie. Solche Isolierkannen lohnen sich also vor allem dann, wenn man seinen Kaffee meist eher über längere Phasen verteilt trinkt. Für den schnellen Verbrauch sind eher die leichteren Glaskannen sinnvoll.
Schwenkfilter
Eine Filtermaschine mit Schwenkfilter macht das Befüllen leicht: Die Aufnahmevorrichtung für den Filter lässt sich zur Seite herausschwenken. So kann man die Kanne schon auf die Stellfläche des Geräts stellen, den Kaffee in den Filter portionieren und diesen dann einfach in die Brühposition drehen.
Wiederverwendbare Filter
Zunehmend kommen auch Maschinen auf den Markt, die einen wiederverwendbaren Filter besitzen. Damit spart man sich, für jeden Brühvorgang einen neuen Papierfilter einzusetzen. Sowohl für das eigene Portemonnaie als auch für die Umwelt ist das ein Vorteil. Allerdings ändert sich der Geschmack dabei geringfügig, so wie er auch zwischen verschiedenen Papierfiltern anders ausfällt.
Programmierung per Startzeit-Vorwahl
Bei Modellen mit Startzeit-Vorwahl kann man eine Uhrzeit programmieren, zu der die Kaffeemaschine die Zubereitung beginnt. Meist gibt es dafür eine digitaleZeitanzeige mit entsprechenden Funktionstasten. Für die Planung mit einem Timer gibt es viele denkbare Anwendungen. Wer morgens in der Küche einen frischen Kaffee möchte, stellt am Abend vorher die entsprechend gewünschte Startzeit ein. Und wenn man Besuch empfängt, kann schon vorher den Kaffee vorbereiten. Dadurch startet die Maschine Wunschzeit von alleine den Brühvorgang und man braucht den fertigen Kaffee nur noch zu entnehmen.
Nach und nach muss jede Filtermaschine entkalkt werden. Einzelne Geräte bieten dafür eine separate Funktion, die den Ablauf ein wenig erleichtert. Prinzipiell gibt es zwar auch Wasserfilter, die einen Teil der Kalkspuren vor dem Brühvorgang herausfiltern können. Das verringert den Entkalkungsaufwand deutlich. Allerdings sind Maschinen mit solch einem Filter ziemlich selten.
Mahlwerk
Einzelne Modelle bereiten den Filterkaffee nicht nur zu, sondern mahlen vorher auch noch Bohnen für das benötigte Pulver. Gemeinsam ist allen ein Fach für die losen Kaffeebohnen sowie ein Mahlwerk. Die sonstige Leistung und Ausstattung variieren hingegen.
Allgemeine Vorteile & Nachteile
Filterkaffeemaschinen sind nach wie vor die beliebtesten Kaffeemaschinen in Deutschland. Jeder zweite Haushalt in Deutschland besitzt mindestens solche ein Gerät. Sie eignet sich vor allem für größere Kaffeemengen, wie man sie z.B. im Laufe des Tages, bei Feiern oder auch im Büro trinkt.
Riesige Sortenauswahl
Freie Wahl des Kaffeeanbieters
Günstiger Preis pro Tasse
Frei portionierbar
Große Mengen auf einmal zubereiten
Zubereitung dauert recht lange
Einige Handgriffe erforderlich
Vor allem für größere Mengen geeignet
Mal eben für 6 Personen 12 Portionen Kaffee aufbrühen und alle reihum damit versorgen – bei keinem System geht das so entspannt wie mit einer Filtermaschine. Eine gute halbe Stunde kann man die große Kanne aber locker stehen lassen, erst ab etwa einer Stunde Warmhalten sollte man sich sorgen, ob es noch gut schmeckt. Und all das kann je nach Sorte und Dosierung immer noch weniger kosten als manch ein einzelner Espresso aus der Kapselmaschine.
Nicht so geeignet ist Filterkaffee jedoch, wenn man wirklich nur eine einzige Tasse möchte, oder wenn man zwischen einzelnen Tassen lange Abstände lässt. Denn dann wird der Kaffee in der Kanne entweder kalt – oder der Geschmack nach und nach bitter. Für ein einzige Tasse ist der Aufwand zudem recht groß. Vor allem da man die Filterhalterung und Kanne auch nach Gebrauch spülen sollte.
Kaffeesorten: Riesige Auswahl, günstige Packungen
Mini Filterkaffeemaschine im Test: Die kompakte Melitta „aromaboy“ für 1 bis 2 Personen ist seit Jahrzehnten ein Dauerbrenner. So klein wie sie ist keine im Vergleich.
Den Kaffee gibt es in lockerer Form in großen Abpackungen, meist 500 g Pakete. Auf die Tasse umgerechnet sind diese unschlagbar günstig, vergleicht man sie mit Pads oder Kapselkaffee. Aber: man muss den Kaffee selbst portionieren. Das ist zwar ganz leicht (Portionslöffel sind im Handel günstig erhältlich), schreckt aber trotzdem den ein oder anderen ab, der sich nicht zutraut, die richtige Menge zu treffen.
Die richtige Kaffeesorte kann man aus einer großen Angebotsvielfalt von sehr vielen Marken auswählen. Dabei gibt es aber eben tatsächlich ausschließlich reinen Kaffee, d.h. keine Mixgetränke mit Beimischungen (also z.B. keinen Cappucino oder Ähnliches).
Wie bedient man eine Filterkaffeemaschine?
Das Prinzip basiert auf der Zubereitung mit einem Kaffeefilter, den Melitta Bentz entwickelt hat. Die nach ihr benannte Firma Melitta hat 1954 die Filterkaffeemaschine erfunden und ab 1965 unter eigenem Namen vermarktet.
Man platziert zuerst einen Filter in der entsprechenden Halterung – das waren früher oft Porzellanfilter, bei modernen Automaten sind sie in aller Regel aus Kunststoff.
Als nächstes gibt man die gewünschte Menge Kaffeepulver in den Filter. Dazu verwendet man z.B. einen Portionslöffel, der im Lieferumfang enthalten oder separat als Zubehör erhältlich ist.
Ein Messlöffel nimmt so viel Pulver auf, wie für eine Tasse aufgebrühten Kaffee im Durchschnitt verwendet wird. Man kann aber nach Geschmack mehr oder weniger verwenden.
In den Wassertank füllt man so viel Wasser, wie es den gewünschten Tassen entspricht. Dafür haben gute Filtermaschinen im Test eine einfach ablesbare Markierung am Tank.
Wie viel Kaffeepulver und Wasser pro Tasse?
Man kann – und muss – selber die Menge an Kaffeemehl festlegen, die man aufbrühen will. Ein großer Unterschied zu Portionskaffee-Maschinen wie etwa Kaffeepadmaschinen oder Kapselmaschinen. Doch immer wieder kommt die Frage auf: Wie viel soll ich am besten nehmen?
Die Faustregel lautet: Pro Tasse ein Messbecher plus ein Extralöffel. Beispiel: Wenn man fünf Tassen Kaffee zubereiten will, gibt man 5 + 1 = 6 Messbecher Kaffeepulver in den Filter und füllt den Tank bis zur Markierung „5“. Auf dieser Basis können Sie im Anschluss experimentieren: Verändern Sie die Anteile, um den Geschmack intensiver oder milder zu gestalten.
Brühtemperatur und Zubereitungszeit
Die optimale Brühtemperatur für Filterkaffee liegt zwischen 90°C und 96°C. Sie sorgt für eine bessere Extraktion der Kaffeeöle und Aromen. Wichtig ist, dass diese Gradzahl möglichst während der gesamten Brühdauer aufrecht erhalten wird.
Die ideale Brühdauer wiederum liegt in der Regel zwischen 4 und 6 Minuten. Zu schnelles Brühen kann dazu führen, dass zu wenige Bestandteile des Kaffeemehls extrahiert werden, sodass der Kaffee schwach wirkt. Zu langsames Brühen lässt den Kaffee hingegen bitter werden.
Testberichte: Ehemaliger Testsieger Stiftung Warentest (08/2018) mit "gut (1,9)"
Kabelfach unter dem Gerät, entnehmbarer Tank
Die Melitta Look Therm ist der ehemalige Sieger aus dem Filterkaffeemaschinen Test 2018. Dort erzielte sie die höchste Gesamtnote mit „gut (1,9)“..
Aroma: Intensität in 7 Stufen einstellbar
Auf der Oberseite der Look Therm befindet sich ein Drehschalter. Mit ihm kann man die Intensität des Kaffeearomas von Hand justieren. Sieben Abstufungen stehen zur Verfügung. Dabei ändert man lediglich die Geschmacksintensität, während Wasser- und Kaffeemenge gleich bleiben.
Thermoskanne mit geringem Gewicht
Den Filterhalter kann man über ein Scharnier leicht nach vorne schwenken, ebenso wie den Filtereinsatz herausnehmen und in der Spülmaschine reinigen. Die Spülmaschinenfestigkeit erhielt bei Stiftung Warentest übrigens die zweitbeste Note „+ (plus)“.
Brühfunktionen: Flexible Vorbrühzeit, Brühtemperatur und 5 Standard-Programme
Abschaltautomatik: 20 Minuten
Testberichte: Testsieger ETM Testmagazin (01/2021) mit „sehr gut (94,7%)“
2 Siebeinsätze für unterschiedliche Geschmacksprofile, Wasserfilter
Sage Precision Brewer Thermal – vielseitige Filterkaffeemaschine mit Testsieg
Die Sage Precision Brewer Thermal bietet viele Einstellungsmöglichkeiten für das Brühverfahren und richtet sich an anspruchsvolle Kaffeeliebhaber. Im ETM Testmagazin (01/2021) wurde sie mit „sehr gut (94,7%)“ Testsieger unter 20 getesteten Filtermaschinen mit Thermoskanne.
Individuelle Brühmodi und Cold Brew
Neben den Modi „Fast“, „Gold“ und „Strong“ erlaubt der „Mybrew“-Modus individuelle Anpassungen bei Temperatur (80–98 °C), Vorbrühzeit und Durchlaufdauer. Auch eine Cold-Brew-Funktion ist enthalten – eine Seltenheit bei Filterkaffeemaschinen. Zwei unterschiedliche Filterhalter (konisch & flach) ermöglichen weitere Geschmacksvariationen.
Praktische Ausstattung und Bedienung
Der 1,8-Liter-Wassertank ist gut beschriftet, die mitgelieferte Thermoskanne fasst 1,2 Liter. Für kleinere Mengen gibt es die „Small Cup“-Funktion. Einfache Bedienung durch große Einfüllöffnung, entnehmbaren Filterhalter und mitgelieferten Portionierer.
Testberichte: "gut (2,2)" bei Stiftung Warentest (11/2024)
In der Philips Café Gourmet sind die einzelnen Bestandteile – Wassertank, Brühgruppe, Filter und Kanne – übereinander aufgebaut. Dadurch nimmt sie eine der kleinsten Stellflächen im Kaffeemaschinen Test ein, ist aber mit über 56 cm besonders hoch. Doch Vorsicht: Der transparente Wasserbehälter muss häufig gereinigt werden, damit der stylishe Look erhalten bleibt.
Der Melitta Aromaboy ist wohl die mit Abstand sympathischste Filterkaffeemaschine. Erstens ist sie extrem klein - man kann mit ihr maximal zwei Tassen gleichzeitig brühen. Zweitens ist sie ganz simpel: Außer der eigentlichen Brühfunktion gibt es keine nennenswerte Ausstattung. Drittens wird sie nahezu unverändert seit den 70er-Jahren produziert und strahlt in ihrem Design deren unverwechselbaren Charme aus. Nicht zu vergessen: Im Vergleich ist sie eine der günstigsten unter allen Arten von Kaffeemaschinen.
Eigener Test
In unserem Test machte der Aromaboy eine durchweg gute Figur. Gerade weil er so simpel und kompakt ist, kann man ihn überall mit hin nehmen und an quasi jedem Ort nutzen. In einer kleinen Küche, auf der Baustelle oder auch auf Reisen. Wenig Abwasch, leichte Bedienung, kleine Stellfläche - mit dieser Maschine spart man neben Platz und Zeit auch Geld. Das gilt sowohl bei der Anschaffung als auch beim Stromverbrauch. Denn gerade einmal 500 Watt Leistungsaufnahme reichen dem kleinen Gerät. Andere kommen in Tests auf weit über 2000 W.
Geschmack
Mit Brühtemperatur und Aroma waren wir vollauf zufrieden. Denn auch wenn das äußere Format mini ist – beim Aufbrühen leistet die Filtermaschine ganze Arbeit. 93°C erreicht das Brühwasser. Bei nur einer oder zwei Tassen kann man sich außerdem sehr leicht merken, wie viel Pulver man in den kleinen Filter gibt, um die richtige Kaffeestärke zu erzielen.
Bedienung
Kaffeepulver in den Filter füllen, Filterhalter auf die Kanne setzen, Wasser in den Tank gießen und Knopf drücken. Mehr ist nicht nötig. Ein paar Extras sind auch noch verbaut. Etwa eine automatische Abschaltung nach 40 Minuten Betrieb. Und unter dem Gehäuse ist Platz, um das Stromkabel aufzuwickeln. So ragt nur noch der Stecker aus dem Gerät hervor.
Reinigung
Sowohl den Filtereinsatz als auch die Kanne kann man in die Spülmaschine geben. Allerdings sind beide so klein, dass man sie auch schnell von Hand reinigt. Dafür genügt auch ein Mini-Becken, was die Urlaubs- und Reisetauglichkeit vervollständigt.
Fazit
Wer immer mal nur eine oder zwei Tassen Filterkaffee aufbrühen möchte, könnte hier die richtige Filterkaffeemaschine gefunden haben. Unser Tipp: Das traditionelle 70er-Jahre-Design kommt in der Farbkombination Beige-Braun am besten zur Geltung. Außerdem ist das Gerät noch in neutralem Weiß oder ganz in Schwarz erhältlich.