Die Lavazza Tiny fällt sowohl in den Maßen als auch bei den Funktionen sehr reduziert aus. Der Vorgänger der Tiny Eco gehört zwar nicht mehr zum aktuellen Lavazza Sortiment, ist aber weiterhin im Handel zu finden.
Bei der Lavazza Tiny läuft die Kaffeezubereitung mit für authentischen Espresso erforderlichen 8,5 bar Brühdruck ab, allerdings bietet sie keinerlei besondere Brühfunktionen oder Einstellungen wie etwa eine veränderbare Brühtemperatur. Auch einen Milchaufschäumer hat die Maschine nicht. Der Espresso schmeckte uns im Test aber genauso gut wie bei den übrigen Lavazza Maschinen.
Zunächst einmal verzichtet die Tiny nahezu komplett auf Bedienkomfort. Es gibt nur eine Taste zum Starten und Stoppen, keine Speicherplätze, keine Getränkeauswahl über mehrere Tasten und keine Anzeige für weitere Funktionen. Den Kaffeebezug muss man also stets rechtzeitig von Hand stoppen. Das ist für Kapselmaschinen insgesamt ungewöhnlich, aber auch innerhalb der A Modo Mio Serie eine besonders schlichte Ausstattung.
Wie beim Bezug erfordert die Tiny auch nach dem Aufbrühen etwas mehr manuellen Aufwand. Während die meisten Kapselmaschinen gebrauchte Kapseln automatisch in einen Auffangbehälter auswerfen, verzichtet die Tiny darauf, Daher muss man jede verbrauchte Lavazza Kapsel einzeln entsorgen, bevor man den nächsten Kaffee zubereiten kann. Das ist vergleichsweise umständlich, zudem sind die Kapseln kurz nach dem Aufbrühen noch recht heiß. Bei mehreren Bezügen hintereinander sollte man das beachten.
Hohes Tankvolumen im Vergleich zur Modellreihe
Was den Tank betrifft, sind mehrere Kaffee nacheinander allerdings kein Problem: Er fällt mit Blick auf Abmessungen und Ausstattung der Maschine erstaunlich groß aus: 0,75 Liter Wasservorrat ermöglicht die Lavazza Tiny.
Das ist mehr als bei den meisten Lavazza A Modo Mio Modellen. Diese sind allerdings insgesamt auf eher wenige Bezüge kleiner Portionsgrößen wie Espresso ausgelegt. Aber bei der Tiny reicht das Volumen des entnehmbaren Tanks immerhin auch für 5 Caffè Crema. Für unterschiedliche Tassengrößen kann übrigens zwei Auslaufhöhen verwenden.
Die Außenmaße der Tiny sind trotz des recht großen Tanks die kleinsten der gesamten Baureihe. Sofern insgesamt wenig Platz auf der Küchenplatte verfügbar ist, oder nach hinten nur wenig Luft ist, kann das die Entscheidung zugunsten der Tiny ausfallen lassen. Zudem zählt das Modell mit 2,7 kg zu den leichteren Kapselautomaten.
Lavazza Tiny im Vergleich zur Jolie
Die Tiny ist ein Einstiegsmodell in die A Modo Mio Welt. So ist aber auch die Lavazza Jolie positioniert. Wo liegen also die Unterschiede und Gemeinsamkeiten?
In Sachen Handhabung bietet die Tiny einen deutlich größeren Wassertank, kann verbrauchte Kapseln im Gegensatz zur Jolie aber nicht in einem Auffangbehälter sammeln.
Bei den Abmessungen fällt die Tiny nochmals kompakter als die ohnehin schon kleine Jolie aus: Bei nahezu gleicher Breite ist sie etwa 4 cm kürzer und ca. 3 cm höher. Allerdings wiegt die Tiny 200 Gramm mehr.
Lavazza Tiny individuell vergleichen
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Gesamtwertung
Mit ihrer geringen Ausstattung belegt die Lavazza Tiny den vorletzten Platz im Vergleich.
Mit 64,86 % Gesamtwertung liegt die Lavazza Tiny am unteren Ende unseres Vergleich, sowohl in der A Modo Mio Reihe als auch insgesamt. Sie passt dennoch zu Situationen, in denen man eine sehr kleine Kapselmaschine mit schlichter Bedienung sucht, die sehr guten Espresso aufbrühen kann.
Der Espresso schmeckt aber genauso gut wie bei den übrigen Lavazza Maschinen. Wer also mit einer einzigen Taste für Start und Stopp auskommt, findet hier vielleicht eine kompakte Lösung
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