E.S.E.-Padmaschinen bieten cremigen Espresso auf die Schnelle. Aber welche Maschine ist die beste? Wir zeigen aktuelle Geräte im Vergleich und erklären die wichtigsten Unterschiede.
Tests von E.S.E.-Geräten sind bei Stiftung Warentest und ähnlichen Instituten leider selten. Immerhin hat Stiftung Warentest aber in seinem letzten Vergleichstest von Portionskaffeemaschinen Ende 2023 unter anderem eine E.S.E.-Maschine geprüft. Dabei wurden vor allem Kapselmaschinen, aber auch drei Padmaschinen untersucht.
Als einziges E.S.E.-Gerät erhielt die illy Easy 626 die Note „befriedigend (2,7)“. Dies bedeutete eine etwas bessere Bewertung gegenüber den 2 Senseo-Padmaschinen im Test, reichte aber insgesamt nur für Platz 12 von 15. Das lag teilweise daran, dass die Prüfkriterien auf Allround-Kaffeemaschinen ausgerichtet waren, während E.S.E.-Pads ausschließlich für die Espresso-Zubereitung gedacht sind. Entsprechend erzielte die illy Easy auch als einzige Maschine im Test ein „sehr gut“ und damit die beste Note darin, starken Espresso zuzubereiten. Den Testbericht können Sie – eventuell kostenpflichtig – hier abrufen.
Beste Padmaschine im Test
Stiftung Warentest hat die illy Easy 626 in Heft 12/2023 mit „befriedigend (2,7)" bewertet - die beste Note der drei Padmaschinen in ihrem Test.
Die wichtigsten Unterschiede der E.S.E-Kaffeemaschinen
Zwar können alle Padmaschinen im obigen Vergleich E.S.E.-Pads mit passendem Druck und Temperatur aufbrühen. Doch darüber hinaus bieten sie diverse Unterschiede, angefangen beim Padträger über den Bedienkomfort bis hin zu Vorbrühphasen oder Dampflanzen zum Milchschäumen.
Spezieller Padhalter oder Siebträgereinsatz?
Format eines E.S.E.-Pads, (c) Caffè Borbone
Einer der wichtigste Punkte bei der Zubereitung ist der richtige Sitz des E.S.E.Pads. Denn sitzt das Pad zu locker, strömt Wasser seitlich vorbei, es entsteht ein wässriger Kaffee und die Brühgruppe verschmutzt schneller. Wird es hingegen zu fest eingeklemmt, kommt kaum Wasser durch, was zu Überextraktion und mäßiger Crema führt.
Ein sehr guter Padhalter – idealerweise einstellbar – kompensiert diese Fertigungstoleranzen, sorgt für konstanten Brühdruck, vermeidet Channeling und liefert so volleren Geschmack bei geringerer Reinigungsarbeit.
Dabei gibt es grundsätzlich zwei Arten, den Pad zu fixieren: Spezielle E.S.E-Padmaschinen besitzen einen Slot mit einer speziell für das E.S.E. Pod entwickelten Halterung. E.S.E-kompatible Espressomaschinen hingegen verwenden einen Siebträger, in den man wahlweise ein Pulversieb für gemahlenen Kaffee oder eben einen E.S.E-Träger einsetzen kann.
Damit ein Espresso aus E.S.E.-Pads sehr gut schmeckt, müssen Pad, Brühdruck, Wassertemperatur und Anpressdruck exakt zusammenpassen. Maschinen mit speziellen E.S.E.-Padhalter berücksichtigen das und sind komplett auf die Verwendung von E.S.E.-Pads ausgelegt, unter anderem in Bezug auf Brühkammer, Wasserdruck, Durchfluss usw. Die Padaufnahme wiederum sorgt für richtigen Sitz und gleichmäßige Extraktion. Dabei unterscheiden sich im Detail auch noch Geräte mit festem und solche mit einstellbarem Padhalter.
Fester oder einstellbarer Padhalter?
Padmaschinen mit festem Padhalter sind werksseitig auf durchschnittliche E.S.E.-Pads ausgelegt. Sie bieten einfache Handhabung, arbeiten zuverlässig und liefern bei gleichbleibenden Padeigenschaften meist auch konstant gute Ergebnisse. Allerdings reagieren sie empfindlicher auf Abweichungen bei Padstärke oder Pressung. Weicht ein Pad von der vorgesehenen Norm ab – sei es dicker oder dünner – kann das zu Undichtigkeiten oder zu hohem Widerstand führen, was sich negativ auf Geschmack und Funktion auswirkt.
Padmaschinen mit einstellbarem Padhalter bieten diesbezüglich eine bessere Handhabung. Denn sie verfügen über eine Mechanik, mit der sich der Abstand zwischen Pad und Brühgruppe anpassen lässt – etwa durch Gewinde, Exzenterringe oder verstellbare Dichtungen. So kann man Pads unterschiedlicher Hersteller problemlos nutzen, und das Ergebnis bleibt auch bei Markenwechsel oder leicht abweichenden Formaten gleichmäßig gut. Diese Flexibilität macht Maschinen mit einstellbarem Padhalter besonders attraktiv. Zudem kann man den Verschleiß der Dichtung oder das altersbedingte Nachlassen mechanischer Komponenten ohne Reparaturarbeiten gut ausgleichen.
Siebträgermaschinen mit E.S.E.-Einsatz
Eine andere Möglichkeit, E.S.E.-Pads zu nutzen, bieten klassische Siebträgermaschinen mit einem speziellen Einsatzsieb für Pads. Dabei handelt es sich jedoch eher um eine pragmatische Zusatzfunktion als um eine ideal abgestimmte Lösung. Diese Maschinen sind primär auf frisch gemahlenes Kaffeemehl ausgelegt – sowohl in Bezug auf Brühdruck als auch auf Temperaturprofil und Wasserverteilung. Das Einsatzsieb ermöglicht zwar die Verwendung von Pads, ist jedoch nicht so präzise auf sie abgestimmt wie eine echte Padmaschine. Bei der Zubereitung ist mehr Fingerspitzengefühl gefragt: Das Pad muss exakt zentriert liegen, der Siebträger darf weder zu fest noch zu locker eingedreht werden. In der Praxis kommt es dabei häufiger zu schwankenden Ergebnissen – mal mit zu wenig Crema, mal mit bitterem Geschmack, weil das Pad gequetscht oder ungleichmäßig durchströmt wurde. Auch die Reinigung ist aufwändiger, da Kaffeeöle und Reste sich im Einsatzsieb stärker ablagern können. Allerdings erlauben Kombi-Maschinen für gemahlenen Kaffee und E.S.E.-Pods eben auch, zusätzlich zum 44-mm-Pad beliebiges Espressopulver aufzubrühen.
Fazit: Welche Lösung für wen?
Insgesamt gilt: Wer primär Pads nutzt und Wert auf Komfort sowie gleichbleibenden Espresso legt, ist mit einer eigens dafür konstruierten E.S.E.-Padmaschine am besten beraten. Innerhalb dieser Geräteklasse bietet ein einstellbarer Padhalter die größte Flexibilität und die besten Ergebnisse – unabhängig davon, welche Padmarke verwendet wird. Ein fester Padhalter ist dennoch eine solide Lösung für alle, die bei gängigen Sorten bleiben. Dagegen eignet sich der Einsatz eines Pad-Siebs in einer klassischen Siebträgermaschine eher für gelegentliche Nutzung oder als Kompromiss, denn er erreicht meist nicht das Niveau der speziell für E.S.E-Pads entwickelten Maschinen.
Brühdruck – wie viel bar brauchen E.S.E.-Pads?
Die meisten E.S.E.-Padmaschinen werben zwar mit einem Pumpendruck von 15 bis 20 bar, doch dieser Wert beschreibt lediglich den maximalen Druck, den die Pumpe theoretisch erzeugen kann. Für die Espressoextraktion entscheidend ist der Druck, der tatsächlich am Kaffeepad anliegt. Aufgrund von Druckverlusten in Leitungen, Ventilen und der Brühgruppe gelangen letztlich etwa 8 bis 9 bar an das Pad – und das ist auch genau der Bereich, den man aus der professionellen Siebträgerwelt als optimal kennt. Bei diesem Druck lösen sich die erwünschten Aromastoffe wie gewünscht, ohne dass Bitterstoffe überextrahiert werden. Deutlich höhere Drücke würden den Espresso eher unharmonisch und bitter schmecken lassen.
Ebenso essenziell wie der richtige Druck ist das präzise Temperieren des Brühwassers. Die als geschmacklich ideal empfundene Temperatur für Espresso liegt für die meisten zwischen etwa 87 und ca. 93 °C. Bewegt sich das Wasser oberhalb von etwa 94 °C, lösen sich verstärkt Bitterstoffe und der Espresso bekommt einen herben Beigeschmack. Ist das Wasser hingegen deutlich kühler als 85 °C, findet nur eine teilweise Extraktion statt; der Espresso wirkt dann wässriger, säurebetont und aromatisch flacher.
Einzelne Modelle bieten eine einstellbare Brühtemperatur. Das kann bei bestimmten Kaffeesorten nützlich sein, aber vor allem um die Zubereitung noch stärker nach individuellen Vorliegen auszurichten. In einzelnen Fällen kann man dadurch auch eine zu hoch oder niedrig voreingestellte Brühtemperatur korrigieren. Das sollte aber bei guten Maschinen nicht nötig sein. Denn hochwertige E.S.E.-Maschinen verfügen über Thermostate oder PID-Regler, die die Temperatur eng kontrollieren und Schwankungen minimieren. Eine manuelle Verstellung der Temperatur ist also im Normalfall nicht nötig, sondern eher eine interessante Möglichkeit zum Experimentieren.
Manche bessere Maschinen, die für losen Kaffee und E.S.E-Pads geeignet sind, bieten eine integrierte Vorbrühfunktion, bei der das Kaffeepulver zunächst mit niedrigerem Druck leicht angefeuchtet wird, bevor der volle Brühdruck einsetzt. Durch dieses kurze Anquellen kann das Wasser gleichmäßiger in den gepressten Kaffeekuchen eindringen, wodurch die Extraktion homogener verläuft. Das Ergebnis zeigt sich in einer stabileren, feinporigeren Crema und einem volleren, ausgewogeneren Geschmacksprofil, da alle Aromakomponenten simultan und kontrolliert gelöst werden.
Das ist aber nur bei solchen Kombi-Geräten sinnvoll, da sie eben auch selbst getampertes Kaffepulver aufbrühen. Bei E.S.E.-Pads hingegen ist eine Vorbrühfunktion kaum nötig, weil das Kaffeepulver bereits industriell gleichmäßig gemahlen, exakt portioniert und verdichtet ist. Zusätzlich wird es von seinem Papierfilter stabil gehalten wird. Dadurch entsteht von Anfang an ein definierter Durchflusswiderstand, sodass sich das Wasser gleichmäßig verteilt, ohne dass sich das Kaffeebett erst „setzen“ oder aufquellen muss. Genau diese Aufgabe erfüllt die Vorbrühung bei losem Kaffeemehl überhaupt erst.
Integrierte Milchaufschäumer für Mixgetränke wie Cappuccino
E.S.E.-Pads sind eine sehr gute Wahl, um authentischen Espresso aufzubrühen. Damit hat man auch eine großartige Basis für Spezialitäten wie etwa Cappuccino, Latte Macchiato, Espresso Macchiato und mehr. Einige E.S.E.-Maschinen in unserem Vergleich haben den dafür nötigen Milchaufschäumer direkt mit an Bord. Die meisten davon erfordern Handarbeit mit einer klassischen Dampfdüse, ein Modell bietet hingegen einen komfortablen Milchschaum-Vollautomaten.
Bedienkomfort: Kaffeegrößen programmieren oder manuell stoppen?
Eine Eigenart der meisten reinen E.S.E.-Maschinen ist der nur manuell mögliche Bezug des Kaffees. Man muss den Durchlauf also stets von Hand stoppen. Programmierbare Tasten für die bevorzugte Tassengröße gibt es nur bei den Siebträgermaschinen mit Padhalter-Einsatz sowie der illy und Polti, die sich auch sonst im Design an Kapselmaschinen orientieren.
Unabhängig davon, wie groß der einzelne Kaffee sein soll: Je kleiner der Wassertank, desto häufiger muss man ihn nachfüllen. Das ist dann kein Problem, wenn man ohnehin nur wenige Espresso am Tag trinkt. Denn dafür reicht das Volumen bei jedem Modell im Vergleich. Aber bei mehr Bezügen machen sich deutliche Unterschiede in der Füllmenge bemerkbar. Immerhin passt in den größten Tank fast drei Mal so viel Wasser wie in den kleinsten.
Im Alltag genügt es, den Padeinsatz nach jedem Bezug kurz auszuspülen, eine eventuell genutzte Dampflanze mit Dampf freizublasen und alle paar Monate zu entkalken – je nach Wasserhärte. Dennoch sind manche Maschinen auch in Sachen Komfort und Wartung unterschiedlich ausgestattet.
Um nicht nach jedem Bezug das genutzte Pad von Hand zu entfernen, besitzen einzelne Geräte einen Pad-Auffangbehälter.
Gut für die Gerätepflege ist, wenn die Maschine automatisch eine nötige Reinigung oder Entkalkung signalisiert.
Falls der Anpressdruck spürbar nachlässt. kann man Dichtungen und Duschsieb bei Maschinen mit entnehmbarem bzw. verstellbarem Padhalter leichter erneuern bzw. nachjustieren.
Besondere Brühfunktionen: Temperatur 5x einstellbar
Kaffeebezug: 2 einstellbare Tasten
Tankvolumen: 1,000 l
Wartung und Pflege: Kalksignal, Auffangbox für 9 Pads
Testberichte: "befriedigend (2,6)" bei Stiftung Warentest (11/23)
Brühtemperatur 5-fach um je 3°C verstellbar
Die illy Easy 626 gehört zu den kompaktesten Maschinen im E.S.E.-Padbereich. Mit einem Tankvolumen von 1,0 Liter bietet sie zwar weniger Kapazität als andere Modelle im Vergleich, etwa die Caso EspressoGourmet oder die Didiesse Baby Frog, ermöglicht aber dennoch mehrere Bezüge hintereinander, bevor Wasser nachgefüllt werden muss. Das Gerät misst 11 × 32 × 26 Zentimeter und wiegt rund 3,4 Kilogramm. In Kombination mit der schmalen Bauweise eignet sich die Maschine dadurch auch für kleinere Küchen oder begrenzte Stellflächen.
Die Bedienung erfolgt über zwei Tasten, mit denen sich entweder ein kurzer oder ein längerer Bezug starten lässt. Die Kaffeemenge kann dabei über eine automatische Mengenspeicherung angepasst werden. Zusätzlich lässt sich die Brühtemperatur in drei Stufen feinjustieren – mit einer Bandbreite von jeweils ±3 Grad Celsius. Diese Funktion ist im Vergleich zu den meisten anderen Geräten im E.S.E.-Maschinen-Vergleich eher ungewöhnlich, da viele Modelle keine Temperatureinstellung anbieten oder diese nur intern voreingestellt ist.
Ein weiterer praktischer Punkt: Die illy Easy 626 besitzt einen eigenen Auffangbehälter für benutzte Pads. Das ist in dieser Geräteklasse keineswegs selbstverständlich – die meisten anderen Maschinen im Vergleich erfordern das manuelle Entfernen des Pads nach jedem Bezug. Hier hingegen rutscht das gebrauchte Pad nach dem Brühvorgang automatisch in den Innenbehälter, der sich bei Bedarf entleeren lässt.
Mit einem Pumpendruck von 20 bar erreicht die illy Easy 626 einen der höchsten Werte im Vergleich. Die Leistung liegt bei 800 Watt und fällt damit niedriger aus als bei den meisten anderen Maschinen der Übersicht – etwa der Didiesse Frog Revolution Vapor mit bis zu 1 900 Watt oder der Polti Coffea mit 1 100 Watt. Dadurch eignet sich das Gerät auch für Haushalte mit begrenzter Stromlast. Eine automatische Abschaltung nach kurzer Inaktivität reduziert den Energieverbrauch zusätzlich.
Besondere Brühfunktionen: Temperatur 3x einstellbar
Kaffeebezug: 2 einstellbare Tasten
Tankvolumen: 0,850 l
Wartung und Pflege: Auffangbox für 10 Pads
Testberichte: Ohne
Auto-Off nach 25 Minuten
Für die Kaffeezubereitung bietet die Polti Coffea S15W zwei frei programmierbare Tasten. Darüber lässt sich sowohl die Menge für einen kurzen als auch für einen längeren Bezug individuell festlegen. Zusätzlich kann man die Brühtemperatur in drei Stufen einstellen. Diese Möglichkeit zur Anpassung ist im E.S.E.-Maschinen Vergleich keineswegs selbstverständlich, denn viele Geräte arbeiten mit einer fest voreingestellten Brühtemperatur. Die Aufheizzeit fällt mit rund 60 Sekunden vergleichsweise kurz aus, sodass die Maschine auch bei spontanem Gebrauch schnell einsatzbereit ist.
Ein weiterer praktischer Punkt: Nach dem Brühvorgang wird das verwendete Pad automatisch beim Öffnen des Deckels in einen integrierten Auffangbehälter befördert. Dieses Detail kommt im Vergleich nur bei wenigen Maschinen vor – bei der Mehrzahl muss das Pad manuell aus dem Träger entnommen werden. Die Coffea S15W erspart diesen Zwischenschritt und bietet dadurch einen spürbaren Komfortgewinn im Alltag. Besonders für Nutzer, die mehrere Tassen nacheinander zubereiten, kann das ein nicht zu unterschätzender Vorteil sein.
Die Maschine wurde speziell für die Nutzung mit E.S.E.-Pads entwickelt und besitzt daher einen festen Padhalter. Anders als klassische Siebträgermaschinen mit Einsatzadapter ist sie vollständig auf das Portionssystem abgestimmt. Das zeigt sich nicht nur an der Mechanik für den Pad-Auswurf, sondern auch an der Bauweise des Brühsystems, das auf gleichmäßigen Druck und einfache Handhabung ausgelegt ist.
Der Pumpendruck liegt bei 19 bar und damit im oberen Bereich unseres E.S.E.-Maschinen Vergleichs. Nur einzelne Modelle wie die illy Easy 626 arbeiten mit noch höherem Druck. Mit einer elektrischen Leistung von 1 100 Watt positioniert sich die Coffea S15W zwischen den kompakteren Einsteigermaschinen und den leistungsintensiven Geräten mit integrierter Dampfdüse. Eine automatische Abschaltung nach 25 Minuten Inaktivität ist ebenfalls vorgesehen.
Im Übrigen fällt die Bauform sehr platzsparend aus. Die Maschine misst 35 Zentimeter in der Tiefe, 23 Zentimeter in der Höhe und nur 10,5 Zentimeter in der Breite. Trotz dieser schmalen Ausführung fasst der Wassertank bis zu 0,9 Liter – ein Wert im mittleren Bereich, der für mehrere Bezüge ausreicht. Das Gewicht liegt bei rund 2,9 Kilogramm und gehört damit zu den niedrigsten im Vergleich.
Insgesamt zeigt sich die Polti Coffea S15W als kompakte, aber gut ausgestattete Lösung für Nutzer, die ein E.S.E.-Padgerät mit Temperaturanpassung, programmierbarer Mengenwahl und automatischem Pad-Auswurf suchen. Wer dagegen besonderen Wert auf ein besonders großes Tankvolumen oder eine integrierte Milchschaumfunktion legt, wird in unserem Vergleich eher bei anderen Modellen fündig.
Die EspressoGourmet von Caso Design kombiniert portionsgenaue Kaffeezubereitung mit einer einfachen Möglichkeit zur Milchschaumproduktion. Neben einer Dampfdüse zur Aufschäumung von Milch verfügt sie über zwei frei programmierbare Bezugstasten – ein Ausstattungsmerkmal, das bei Maschinen mit E.S.E.-Pad-Eignung keineswegs selbstverständlich ist.
Gesteuert wird das Gerät über einen zentralen Drehregler, mit dem sich zwischen Standby, Espressobezug und Dampfbetrieb umschalten lässt. Auch die Bedienung des Siebträgers ist unkompliziert: Er wird seitlich eingespannt und kann wahlweise mit gemahlenem Espresso oder einem E.S.E.-Pad im passenden Siebeinsatz genutzt werden. Damit bietet die Maschine mehr Flexibilität als die reinen Padmodelle im Vergleich.
Mit einem Tankvolumen von 2,0 Litern liegt die EspressoGourmet am oberen Ende des Vergleichsfelds. Die Wasserzufuhr erfolgt über einen abnehmbaren Tank, der nach oben entnommen und befüllt wird – eine gängige Lösung, die bei beengten Platzverhältnissen allerdings bedacht werden sollte. Die Leistungsaufnahme beträgt 1.900 Watt, was erfahrungsgemäß zu kurzen Aufheizzeiten beiträgt.
Das Gehäuse kombiniert eine Edelstahlfront mit Kunststoffelementen. Vier gummierte Standfüße sorgen für eine stabile Platzierung auf der Arbeitsfläche.
Angebote*
4. Platz
Solis Barista Perfetta Plus
85,64 %
Padeinlage: Einsatz für Siebträger
Brühdruck: 15 bar
Besondere Brühfunktionen: Vorbrühen
Kaffeebezug: 2 einstellbare Tasten
Tankvolumen: 1,700 l
Wartung und Pflege: Reinigung-Signal
Testberichte: Ohne
Dampfdüse, mitgelieferter BRITA Wasserfilter,
Die Barista Perfetta Plus von Solis zählt im E.S.E.-Maschinen Vergleich zu den vielseitigeren Geräten. Sie ist als klassische Siebträgermaschine konzipiert, lässt sich jedoch mithilfe eines beiliegenden Siebeinsatzes auch mit E.S.E.-Pads betreiben. Dadurch eignet sie sich nicht nur für Espresso aus gemahlenem Kaffee, sondern auch für die portionsweise Zubereitung mit Pad.
Zwei Bezugstasten lassen sich individuell programmieren, sodass sich die gewünschte Wassermenge für Espresso und Lungo dauerhaft einstellen lässt. Zusätzlich verfügt das Gerät über eine Vorbrühfunktion, die das Kaffeemehl oder Pad vor dem eigentlichen Bezug kurz mit Wasser benetzt. Das dient einer gleichmäßigeren Extraktion und ist im Vergleich zu den meisten reinen Padmaschinen eine Besonderheit.
Die Brühtemperatur wird intern durch ein PID-gesteuertes Thermoblocksystem stabilisiert. Zwar lässt sich die Temperatur nicht gradgenau durch den Nutzer regeln, doch die elektronische Steuerung sorgt für konstant temperiertes Wasser während des Bezugs – ein Merkmal, das bei vielen einfacheren Maschinen fehlt.
Ein weiteres Ausstattungsmerkmal ist die Dampflanze aus Edelstahl, mit der sich sowohl Milch aufschäumen als auch Heißwasser entnehmen lässt. Diese Funktion steht bei klassischen E.S.E.-Geräten nur selten zur Verfügung. Der Wassertank fasst 1,7 Liter, die Leistung liegt bei 1 700 Watt – beides relativ hohe Werte im Vergleich. Das Gewicht beträgt 8,5 Kilogramm, was auf den stabilen Aufbau zurückzuführen ist.
Besondere Brühfunktionen: Temperatur 5x einstellbar
Kaffeebezug: 2 einstellbare Schalter
Tankvolumen: 1,000 l
Wartung und Pflege: Kalksignal
Testberichte: Ohne
Brühtemperatur 5-fach um je 2°C verstellbar
Die X1 Anniversary von illy vereint zwei Zubereitungsarten in einem Gerät: E.S.E.-Pads lassen sich über einen passenden Siebeinsatz nutzen, alternativ kann man auf klassisches Espressopulver zurückgreifen. Diese Flexibilität richtet sich an Haushalte, in denen verschiedene Vorlieben oder Routinen bestehen – etwa zwischen schneller Padnutzung und loser Befüllung.
Mit zwei programmierbaren Bezugstasten hebt sich das Modell von vielen Maschinen im E.S.E.-Vergleich ab, die lediglich über einen manuellen Start-Stopp-Bezug verfügen. Zusätzlich lässt sich die Brühtemperatur in fünf Stufen einstellen – eine seltene Option, die es ermöglicht, Temperatur und Geschmack gezielt aufeinander abzustimmen. Für die Zubereitung milchhaltiger Getränke steht eine Dampfdüse bereit, ergänzt durch einen separaten Heißwasserauslass. Wer regelmäßig Cappuccino oder Tee zubereiten möchte, hat damit zusätzliche Möglichkeiten – muss jedoch den vergleichsweise kleinen Wassertank von 1,0 Litern im Blick behalten. Für einzelne Tassen ist das unproblematisch, bei mehreren Portionen nacheinander kann jedoch ein Nachfüllen nötig werden.
Ein integrierter Entkalkungshinweis erleichtert die regelmäßige Wartung. Ergänzend zu den vorhandenen Leuchtanzeigen wird der Nutzer so frühzeitig auf bevorstehende Reinigungszyklen hingewiesen – ohne zusätzliche Technik oder App-Verbindung.
Das Gehäuse besteht vollständig aus Metall und bringt das Gerät auf rund 7 Kilogramm. Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen im Vergleich kommt die Maschine damit ohne Kunststoffteile an der Verkleidung aus.
Angebote*
6. Platz
Aroma Plus+
81,89 %
Padeinlage: Einstellbarer Padhalter
Brühdruck: 15 bar
Besondere Brühfunktionen: Ohne
Kaffeebezug: 1 Taste für manuellen Bezug
Tankvolumen: 0,700 l
Wartung und Pflege: Padhalter entnehmbar
Testberichte: Ohne
Wasserkanister aus Glas
Angebote*
7. Platz
Breville Prima Latte II Espresso
81,57 %
Padeinlage: Einsatz für Siebträger
Brühdruck: 19 bar
Kaffeebezug: 2 einstellbare Tasten
Tankvolumen: 1,400 l
Wartung und Pflege: Reinigungs-Signal
Testberichte: Ohne
Milchschaum-Automat
Angebote*
8. Platz
Faber Pro Mini Deluxe
81,39 %
Padeinlage: Einstellbarer Padhalter
Brühdruck: 15 bar
Besondere Brühfunktionen: Ohne
Kaffeebezug: 1 Taste für manuellen Bezug
Tankvolumen: 1,300 l
Wartung und Pflege: Ohne
Testberichte: Ohne
Angebote*
9. Platz
Polti Coffea P10S
81,08 %
Padeinlage: Einsatz für Siebträger
Brühdruck: 15 bar
Besondere Brühfunktionen: Ohne
Kaffeebezug: 2 einstellbare Tasten
Tankvolumen: 1,300 l
Wartung und Pflege: Kalksignal
Testberichte: Ohne
Automatische Abschaltung nach 25 Minuten
Angebote*
10. Platz
Didiesse Baby Frog
80,59 %
Padeinlage: Fester Padhalter
Brühdruck: 15 bar
Besondere Brühfunktionen: Ohne
Kaffeebezug: 1 Taste für manuellen Bezug
Tankvolumen: 1,500 l
Wartung und Pflege: Padhalter entnehmbar
Testberichte: Ohne
Standby-Funktion
Angebote*
11. Platz
Faber Slot Plast
80,07 %
Padeinlage: Einstellbarer Padhalter
Brühdruck: 15 bar
Besondere Brühfunktionen: Ohne
Kaffeebezug: 1 Taste für manuellen Bezug
Tankvolumen: 1,300 l
Wartung und Pflege: Ohne
Testberichte: Ohne
Diverse Gehäusefarben erhältlich
Die Slot Plast von Faber ist eine auf das Wesentliche konzentrierte E.S.E.-Padmaschine mit festem Padhalter. Sie ist vollständig auf das Portionssystem ausgelegt und verzichtet auf zusätzliche Funktionen wie Dampfausgabe oder Heißwasserbezug.
Der Brühvorgang wird über einen robusten Metallhebel ausgelöst, der das Pad manuell in den Brühsitz presst und einen gleichmäßigen Anpressdruck sicherstellt. Dabei arbeitet im Innern ein Wärmeblock aus Messing – ein Material, das in dieser Preisklasse eher selten ist. Aufgrund seiner hohen Wärmespeicherkapazität trägt es zur Stabilisierung der Brühtemperatur bei, ohne dass eine komplexe Steuerung erforderlich wäre.
Mit einem Wassertankvolumen von 1,3 Litern bewegt sich das Gerät im Mittelfeld des E.S.E.-Maschinen Vergleichs. Der Tank ist von hinten zugänglich und kann zur Befüllung entnommen werden. Die Leistungsaufnahme liegt bei nur 500 Watt – ein eher niedriger Wert, der zu einer verlängerten Aufheizzeit führt, den Energieverbrauch aber entsprechend gering hält.
Die Bedienung erfolgt über zwei einfache Kippschalter: einer aktiviert das Heizelement, der andere startet den Brühvorgang. Der freiliegende Metallhebel sorgt nicht nur für den nötigen Anpressdruck, sondern unterstreicht den funktionalen Aufbau der Maschine. Abgesehen davon besteht das Gehäuse vollständig aus ABS-Kunststoff. Dieses bietet Faber in einer Vielzahl farblicher Varianten an – deutlich mehr als bei den meisten anderen Geräten im Vergleich.
Angebote*
12. Platz
Didiesse Frog Revolution Vapor
80,02 %
Padeinlage: Fester Padhalter
Brühdruck: 15 bar
Besondere Brühfunktionen: Ohne
Kaffeebezug: 1 Taste für manuellen Bezug
Tankvolumen: 2,000 l
Wartung und Pflege: Ohne
Testberichte: Ohne
Dampfdüse für Milchschaum
Die Frog Revolution Vapor von Didiesse kombiniert das klassische E.S.E.-Pad-System mit einer zusätzlichen Dampffunktion – eine Ausstattung, die im E.S.E.-Maschinen Vergleich nur bei wenigen Modellen zu finden ist. Sie ist vollständig auf die Verwendung von E.S.E.-Pads ausgelegt und besitzt dafür einen festen Padhalter. Der Brühvorgang wird über einen seitlichen Hebelmechanismus gesteuert, der für gleichmäßigen Anpressdruck sorgt.
Ein wesentliches Merkmal ist die integrierte Dampflanze. Damit lassen sich sowohl Milch aufschäumen als auch Heißwasser entnehmen, was die Einsatzmöglichkeiten deutlich erweitert. Im Vergleich mit anderen E.S.E.-Systemgeräten zählt die Frog Vapor zu den wenigen Modellen, die sich auch für die Zubereitung milchbasierter Getränke oder Tee eignen.
Mit einem Wassertankvolumen von 2,0 Litern bietet sie die größte Kapazität unter den reinen E.S.E.-Maschinen im Vergleich. Auch die Leistungsaufnahme ist mit 1 900 Watt ungewöhnlich hoch – was für eine entsprechend zügige Aufheizzeit und ausreichende Energiezufuhr bei der Dampfnutzung sorgt.
Die Bedienung erfolgt über einfache Kippschalter, mit denen sich Heizung, Bezug und Dampf separat steuern lassen. Außerdem verfügt das Gerät über einen Auffangbehälter für gebrauchte Pads – ein Ausstattungsmerkmal, das in unserem E.S.E.-Vergleich nicht bei allen Geräten vorhanden ist und die Nutzung im Alltag erleichtert.
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13. Platz
Didiesse Didi Borbone
78,87 %
Padeinlage: Fester Padhalter
Brühdruck: 15 bar
Besondere Brühfunktionen: Ohne
Kaffeebezug: 1 Taste für manuellen Bezug
Tankvolumen: 0,800 l
Wartung und Pflege: Padhalter entnehmbar
Testberichte: Ohne
Standby-Funktion
Angebote*
14. Platz
Didiesse Frog Revolution
76,79 %
Padeinlage: Fester Padhalter
Brühdruck: 15 bar
Besondere Brühfunktionen: Ohne
Kaffeebezug: 1 Taste für manuellen Bezug
Tankvolumen: 2,000 l
Wartung und Pflege: Ohne
Testberichte: Ohne
Die 15-bar-Pumpe bildet die stärkste technische Basis der Frog Revolution und liegt damit im gemeinsamen Vergleichsfeld im oberen Bereich der reinen ESE-Padmaschinen. Der manuelle Kaffeebezug erfolgt über eine einzelne Taste, während die Padeinlage mit einem festen Padhalter ausgeführt ist; beides passt zu dem klar auf einfache Padzubereitung ausgelegten Aufbau. Das Tankvolumen von 2,0 Litern fällt im Vergleich hoch aus und reduziert die Häufigkeit des Nachfüllens, allerdings ist keine besondere Brühfunktion vorgesehen.
Beim Milchsystem bleibt das Modell bewusst reduziert, denn ein integrierter Milchaufschäumer ist nicht vorhanden. Auch bei den Extras beschränkt sich die Ausstattung auf das Wesentliche: Zusätzlicher Bedienkomfort und besondere Wartungshilfen sind nicht vorgesehen, ebenso fehlen Testberichte. Die Maschine wird damit als puristisch ausgelegte Padlösung beschrieben, ohne Zusatzfunktionen für Komfort oder Milchzubereitung.
Äußerlich misst die Frog Revolution 22,0 x 40,0 x 32,0 cm und gehört damit zu den größeren Geräten im Vergleich, während das Gewicht von 5,810 kg im mittleren Bereich liegt. Das Gehäuse aus Metall und Thermoplastik sowie das frontseitige Bedienfeld runden den Aufbau ab. Der Wassertank ist für 2 Liter ausgelegt, was die auf den täglichen Gebrauch abgestimmte Bauform sinnvoll ergänzt.
--- ZWEITE RUNDE ---
Die Frog Revolution arbeitet mit einer 15-bar-Pumpe und ordnet sich damit im gemeinsamen Vergleichsfeld bei den reinen ESE-Padmaschinen im oberen Bereich ein. Der Kaffee lässt sich per Hand über eine einzelne Taste beziehen, und die Padeinlage sitzt in einem festen Padhalter; genau das passt zu dem klar auf einfache Padzubereitung ausgerichteten Aufbau. Beim Tankvolumen zeigt sich die Maschine großzügig, denn 2,0 Liter verringern die Zahl der nötigen Nachfüllungen. Eine besondere Brühfunktion bietet sie dabei nicht.
Beim Milchsystem bleibt das Modell bewusst schlicht, denn es hat keinen integrierten Milchaufschäumer. Auch sonst hält sich die Ausstattung zurück: Zusätzlicher Bedienkomfort und besondere Wartungshilfen fehlen, und Testberichte gibt es ebenfalls nicht. So präsentiert sich die Maschine als puristisch ausgelegte Padlösung ohne Zusatzfunktionen für Komfort oder Milchzubereitung.
Mit 22,0 x 40,0 x 32,0 cm fällt die Frog Revolution außen größer aus als viele andere Geräte im Vergleich, während ihr Gewicht von 5,810 kg im mittleren Bereich liegt. Das Gehäuse aus Metall und Thermoplastik sowie das Bedienfeld an der Vorderseite fügen sich stimmig in den Aufbau ein. Der auf 2 Liter ausgelegte Wassertank ergänzt die auf den täglichen Gebrauch abgestimmte Bauform sinnvoll.
Auch kompatibel mit Nespresso- und Dolce-Gusto-Kapseln, Abschaltfunktion nach 15 Minuten
Die Kotlie AC‑513K unterscheidet sich in einem zentralen Punkt von den meisten anderen Geräten im E.S.E.-Maschinenvergleich: Sie unterstützt gleich vier verschiedene Formate. Denn neben E.S.E.-Pads lassen sich auch Kaffeepulver sowie Kapseln des Typs Nespresso Original und K-Cup einlegen - wobei letztere in Deutschland eher selten zu finden sind. Dabei sorgt ein wechselbarer Einsatz im Brühschacht für die jeweils passende Aufnahme und Extraktion.
Als Multiformat-Kaffeemaschine erweitert die Kotlie die Einsatzmöglichkeiten deutlich – auch gegenüber klassischen Siebträgermaschinen mit Pad-Einsatz, bei denen immerhin schon zwei Zubereitungsarten vorgesehen sind. Wer allerdings Getränke mit Milchschaum beziehen will, muss einen externen Aufschäumer verwenden, da die Kotlie keine Dampfdüse besitzt.
Um Kaffee zu beziehen, befindet sich ein einziger Drucktaster auf der Oberseite, der wahlweise Einzel- oder Doppelbezug aktiviert. Beide Varianten sind voreingestellt, lassen sich jedoch auf Wunsch anpassen. Allerdings sollte man beachten, dass der rückseitige Wassertank nur 1,0 Liter Volumen besitzt. Das genügt zwar für mehrere Bezüge, fällt aber insgesamt eher kompakt aus.
Mit einem Gewicht von 2,9 kg und einem Kunststoffgehäuse zählt das Gerät zu den vergleichsweise leichteren Modellen. Aufgrund ihrer Kombinationsvielfalt empfiehlt sich die Maschine vor allem für Haushalte mit wechselnden Vorlieben.
Was bedeutet E.S.E.? Alles zum „Easy Serving Espresso“-Standard
Hinter dem Kürzel E.S.E. für „Easy Serving Espresso“ verbirgt sich ein Standard, der Espressogenuss so unkompliziert machen soll wie das Teebeutel-Prinzip. Jedes Pad misst exakt 44 mm im Durchmesser, ist rund neun Millimeter dick und enthält ungefähr sieben Gramm fein gemahlenen Espresso. Der Kaffeekuchen sitzt fest zwischen zwei Lagen ungebleichten Filterpapiers, wird einzeln in Schutzatmosphäre verpackt und anschließend unter rund neun Bar Brühdruck extrahiert. Weil der E.S.E. Standard Wassertemperatur, Druck und Extraktionszeit vorgibt, lassen sich Pads und Maschinen beliebiger Hersteller frei kombinieren – ein echter Vorteil gegenüber geschlossenen Kapselsystemen. Da nur Papier und Kaffee im Spiel sind, landen E.S.E. Pads nach dem Bezug auf dem Kompost statt im Plastik- oder Aluminiummüll.
Infos zu den E.S.E.-Pads
Sie haben die beste Padmaschine für Ihren Bedarf gefunden – aber welches sind die richtigen Pads? Jetzt informieren, bevor Sie den ersten E.S.E.-Espresso genießen.
Kann ich jedes E.S.E.-Pad in jeder E.S.E-Padmaschine nutzen?
Im Prinzip ja. Doch auch wenn E.S.E.-Pads genormt sind, gibt es in der Praxis je nach Marke doch leichte Abweichungen in Dicke, Durchmesser und Pressung. Während die Standards von gängigen Sorten und Herstellern wie illy oder Caffè Borbone sehr gut eingehalten werden, können eher exotische Sorten oder Spezialröster auch einmal leicht davon abweichen. In solchen Fällen sind Maschinen mit einstellbarem Padhalter nützlich.
Was sind die Unterschiede zwischen Senseo- und E.S.E.-Pads?
E.S.E.- und Senseo-Pads sind zwei unterschiedliche Formate und nicht miteinander kompatibel.
Die 44-mm-breiten E.S.E.-Pads sind speziell für Espresso ausgelegt und enthalten fein gemahlenen Kaffee mit hohem Anpressdruck.
Die mit 70 mm deutlich breiteren Senseo-Pads enthalten hingegen weicheren, gröber gemahlenen Kaffee zur Zubereitung von Caffè Crema in Senseo-Maschinen. Achten Sie daher beim Kauf darauf, dass Sie das passende Pad-Format für Ihre Maschine wählen.
Auswahl und Unterschiede der Pad-Sorten
Viele bekannte Kaffeeröster bieten mittlerweile E.S.E.-Pads an. Das Sortiment reicht von Industriekaffee bis hin zu handwerklich gerösteten Spezialitäten. Zu den Anbietern zählen etwa Klassiker wie illy (Mitgründer des E.S.E.-Standards), Caffè Borbone, Lavazza oder Segafredo Zanetti. Aber auch Spezialitätenröstereien wie Caffè Corsini, Hausbrandt bzw. Bio- und Fair-Trade-Anbieter wie GEPA, Alnatura haben E.S.E.-Sorten im Angebot.
Dadurch findet man fruchtige Single Origins aus Äthiopien, cremige Arabica-Robusta-Blends, entkoffeinierten Espresso oder saisonale Microlots. Die Bandbreite wächst jährlich. Für Liebhaber bedeutet das: Espresso bleibt zwar stets reproduzierbar, aber geschmacklich alles andere als eintönig.
Für wen sind E.S.E-Maschinen das richtige?
Wer konstante Espressoqualität ohne Barista-Routine sucht, findet in E.S.E. eine charmante Lösung: saubere Zubereitung, kaum Einstellarbeit, biologisch abbaubares Verbrauchsmaterial und eine wachsende Pad-Auswahl. Pro Portion sind die Kosten zwar höher als bei losem Kaffee, dafür günstiger als bei Kapseln – und deutlich umweltfreundlicher. Eine Einschränkung bleibt: Da das Pad Mahlgrad und Dosis bereits vorgibt, lässt sich daran nicht feilen. Geschmacksjustierungen erreicht man daher nur über unterschiedliche Padsorten, nicht über die Maschine selbst. Wer damit leben kann, bekommt dichten Espresso mit echter Crema auf Knopfdruck. In Sachen Platzbedarf liegen die Maschinen zudem deutlich unterhalb klassischer Espressomaschinen – ideal für kleinere Küchen und Büros.